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Friday, November 19, 2010

Abecedarium des Menschenfreundes

- absurd / Aufstand / aufstehen / ausgrenzen;
- beleidigt / beleidigend / Bürger / bunt;
- Demokraten / demokratisch / diskriminieren / distanzieren;
- Einstellung / Eklat / Empörung / Engagement;
- fischen / fortschrittlich / Freiheit;
- Gedankengut / Gesicht / Gewalt / Gleichheit;
- heterogen;
- Integration;
- Journalist;
- Kiez / krude;
- leugnen / liberal;
- Meinung / Mensch / menschenfeindlich / Migrant / Mitte;
- Nazis / Nazismus / Neonazis;
- offene Gesellschaft / Opfer;
- Parole / populistisch;
- Rassismus / rechter Rand / relativieren / Respekt;
- selbsternannt / sensibilisieren;
- Toleranz;
- umstritten / Umtriebe / unfassbar / unterschwellig;
- verharmlosen / verletzend / Vielfalt;
- weltoffen / Werte / Wirbel / wirr;
- Zivilcourage / Zivilgesellschaft / zündeln.

Monday, June 14, 2010

Louis-Ferdinand Céline et le matérialisme

Le matérialisme est donc l’ennemi, il l’étouffe et réduit l’homme à l’accomplissement vulgaire de la reproduction et de l’enrichissement. Quoi qu’on en dise, Céline n’a pas de haine contre les individus. Alors, à quoi correspond cet «esprit juif» qu’il dénonce si vertement dans un état de délire proche de la folie? Il dénonce globalement l’abrutissement du matérialisme; que cette valeur, commune au capitalisme et au communisme, réduit l’homme à un état de machine au cycle programmé jusqu’à la fin des temps : production et consommation.

Pour lui, il y a nécessairement complot, mais un complot global pour la déshumanisation de l’homme et ce processus s’échelonne sur plusieurs siècles. Il détecte, particulièrement depuis les Lumières, un acharnement des régimes successifs à contrôler et surtout à réduire la liberté de l’imaginaire à concevoir le monde autrement de celui que les dominants imposent afin de diviser pour mieux régner. Dans ses interventions les plus frénétiques, il s’attaque rarement à des individus, mais à ce qu’ils représentent en tant que symboles et institutions...


Un essai profonde par Pierre Lalanne. http://celinelfombre.blogspot.com/2010/06/louis-ferdinand-celine-et-le.html

Thursday, February 18, 2010

Die Zeit abschreiben

Ich war strafweise in eine Zeit versetzt, die es in sich hatte, so lächerlich zu sein, dass sie keine Ahnung mehr hatte von ihrer Lächerlichkeit. Zuerst liess sie sich mir so an, als ob ihr mit der Abbildung dieses Zustands gedient wäre; als ob zur Darstellung ihrer Wirklichkeit die Reproduktion ausreichte und diese die Satire ergäbe.

Sie zu schreiben, war schwerer geworden, da die Wirklichkeit mit ihr bis an den Rand kongruent schien und nur von dem, der sie zu sehen und zu hören verstand, zitiert zu werden brauchte. Das aber war nur scheinbar leichter, denn mit der Möglichkeit, die Zeit abzuschreiben, stand der Satiriker doch vor der Schwierigkeit, die Satire zu schreiben. So wurde ich der Schöpfer des Zitats, im Wesentlichen nicht mehr als das, wenngleich ich den Anteil der Sprachgestaltung auch an der Abschrift der Zeit nicht verkleinert sehen möchte. Die Sprachkunst besteht da in der Weglassung der Anführungszeichen, in dem Plagiat an der tauglichen Tatsache, in dem Griff, der ihren Ausschnitt zum Kunstwerk verwandelt. Dies etwa war der geistige Stand vor jenem grundstürzenden Ereignis, als eine erstarrte Menschheit im Bann des mechanisierten Denkens und im Widerstand eines Rests von Natur dahin gelangte, sich ihr Blut durch dessen Verlust zu beweisen. Noch von dieser Blutprobe: wie das Leben sich nicht anders gegen die Maschine wehren konnte, als indem es, sie gegen sich kehrend, in sie hineinlief, und wie die führende Phantasiearmut solchem Verhängnis den Lauf liess, habe ich ein grosses Zitat überliefert.

Karl Kraus, Im dreissigsten Kriegsjahr. Gesprochen in der 300. Wiener Vorlesung am 30. November 1928. In: Die Fackel. Nr. 800 - 805.

Monday, November 30, 2009

Sprachverlust

In Kirchen hat man uns gelockt, in fremden Sprachen uns unterwiesen, und so haben wir die eigene verloren. Immer fremder sind wir uns selber geworden. Was aus den Brandungen dröhnt, was ein Gewitter spricht, was in Wipfeln raunt und die Flammenschrift der Blitze verstehen wir nicht mehr.

Werner Deubel, Aus dem Nachlass, 1948

Thursday, October 29, 2009

Deutsche Sprache

Mir sind salbaderische Gemeinplätze in der Natur zuwider.

Goethe


"Ich meine die Transformation des Bewusstseins in eijne kollektive Erscheinung, in eijn soziologisches, nicht mehr individuelles Phänomen. Das Mirakel dieser Wochen bestand darin, dass die scheinbar undurchdringliche dichte Schicht, die die vitale und intellektuelle Sphäre des einzelnen voneinander scheidet, gleichsam porös ward, dass die isolierten Centren unseres individuell zersplitterten Lebens zusammenschossen, zusammenwuchsen zu einem Gebilde von undendlich höherer als einzelmenschlicher Individualität." Dieses las ich in einem deutschen Aufsatz vom Anfang des Krieges zur "Analyse der deutschen Psyche", und ich begriff später den Zusammenbruch der Heimat. Aber bevor es noch dazu kam, gab mir ein Aufsatz vom "Lohn des Krieges" eine Antwort auf manche bange Frage und gab sie so: "Wir erwarten nach den Peripetien des Krieges die Katharsis." Was und wo ist nun diese Synthese und Katharsis, und wie also sieht der Lohn des Krieges aus? "Wirtschaft ist Schicksal" steht an der Sklavenstirn einer rechtlosen und entwaffneten Zeit. "Oekonomie ist Ananke" wäre passender.

Der Mund ist der Notausgang des Herzens, und die Sprache ist ein Zufluchtsort des Geistes und darüber hinaus sein lebendig tönendes Sinnbild. Sprachliche Zustände sind Zeichen des Geistes ihrer Zeit, ujnd die Seele eines Volkes schwingt heimlich in seiner Sprache bis zu jenem toten Punkt, jenseits dessen die Worte zu Wörtern werden und die Sprache entseelt zu klappern beginnt, ein toter Stoff, ein leerlaufendes Getriebe, eine künstlich atmende Wachspuppe in den Schaukästen der Bücher und Zeitungen.

Ich hüte mich, die Sprache aus diesen fein veröstelten Beziehungen zu jener geheimen Lebenskraft zu lösen und sie allein für sich zu werten. Dann ist sie nur als brauchbares Mittel zum Zweck von Mitteilungen des Nützlich-Notwendigen und als Gegenstand einer grammatischen Wissenschaft giltig.
Staatsbehördliche, amtlich überwachte Vorschriften für den Wortgebrauch in der Sprache und alle ähnlichen, darauf gerichteten Mühen bleiben günstigen Falls auf die Oberfläche beschränkt, auf die Sprache , und entsprechen dem Zwang des Stärkeren, der vielleicht die Anbetung eines Steines zu ertrotzen, nie aber den Glauben an diesen Stein als an einen Gott zu erzeugen vermag. Schöpferisch ist nur der Geist, niemals die Vorschrift.

Aus dem lebendigen Geist dringen die Worte hervor wie Blumen aus der lebendigen Erde. Ja, die Worte sind Kinder und Träger des Geistes zugleich.
Wenn Eduard von Hartmann sagt: "Alle Relationen, die das bewusste Denken sich diskursiv appliziert, sind nur Reproduktionen expliziter oder Explikationen impliziter Bewegungen", so enthüllt dies dasselbe, das der preussische Minister von Hammerstein enthüllte, als er im Abgeordnetenhause sagte: "Meine Herren, wenn ich "absolut" sage, so meine ich das natürlich relativ", verrät er dasselbe, das diese Worte verraten: "anbei retournieren wir Ihr geehrtes Gestriges", dasselbe, das ein Ladenschild mit seiner Inschrift "Glasbrillanten, garantiert echte Imitationen" verrär. Wo liegt der Unterschied zwischen den Worten Roethes "eine Erscheinung à la Karl der Grosse" und denen eines Schaubudenmannes: "Panorama international, à Person 20 Pfg."? Ist es verräterrischer, eine Strassenbahnkarte mit den Worten "eins à zehn" zu fordern oder mit B. Litzmann die literarischen Ergebnisse "der modernen Nervosität imd Hysterie" so zu nennen: "Krassester Materialismus, mystischer Spiritismus, demokratischer Anarchismus, aristokratischer Individualismus, pandemische Erotik, sinnabtötende Askese"?

Sie alle dachten: diskursiv, implizit, retournieren, pandemisch, demokratisch, à la und international und Imitation, garantiert echt. Ich weiss nicht, was das heisst, ich weiss nur, was es vielleicht zu bedeuten hat. Hier besteht für den Betrachter nicht mehr die irreführende Versuchung, die Sprache vom Geist, aus dem sie geboren war, zu lösen. Es ist schon geschehen. Die Wörter stehen da. Das Geklapper setzt ein... demokratisch, international, garantiert echt, eins à zehn... Der rote, atmende, heisse Mund wich dem Grammophon. Das Sinnbild verdorrte zur Formel. Das Wort wurde zum Stempel.

Das junge Geschlecht ist durch die Schlachten hindurchgeschritten und steht jetzt zwischen den Schlachten. Noch reden vielerorts Fünfzig- und Sechzigjährige und solche, die zu Hause gegen die Papierschnitzel der Brot- und Fettmarken einen erniedrigenden Kleinkrieg geführt haben und geschult und gezähmt, nicht aber geformt sind. Die Zeit muss kommen, in der das durch die Schlachten geformte, starke und gesunde Geschlecht des Krieges handelt, und sein schwer errungenes deutsches Lebens- und Gemeinschaftsgefühl schicksalsbestimmend wird. Vor dem "sprich deutsch" steht das "sei deutsch", und das Zeichen der Sprache des jujngen Geschlechts kann nichts anderes sein als das Feldzeichen eines starken, gewaltigen Geistes in den Kämpfen des Friedens.

Franz Schauwecker, in: Das Gewissen, 5. Jahrgang, Nummer 7, 19. Februar 1923.

Monday, October 19, 2009

Habsucht

f. sucht oder gieriges verlangen nach habe. über die entstehung des wortes s. unter habgier sp. 89: die blosze habsucht macht denselben (den kaufmann) auf die grösze des vortheils scharfsichtig. HAMANN 1, 30 (v. j. 1756); habsucht, unersättlichkeit im erwerb. KANT 5, 266; der ausdruck der niedrigsten haabsucht ist seinem gesichte eingeprägt. LAVATER phys. fragm. 1 (1775) s. 119; ich sah das kästchen mit neidischen augen an und eine gewisse habsucht bemächtigte sich meiner. GÖTHE 23, 106;

er tobet dasz die fenster klingen,
wann seiner habsucht was entgeht.
HAGEDORN 3, 54;

wird dich die habsucht nagen.
1, 79;

wenn euern kindern
nicht waisennoth
und habsucht droht.
BLUMAUER 1, 180;

wenn über meine hüttenschwelle
die habsucht ihre hamsteraugen rollt.
KL. E. SCHMIDT poet. briefe (1782) s. 61,

aus eifer für das gute nicht,
aus habsucht kam blosz euer strafgericht.
briefwechsel der fam. des kinderfr. (1792) 12, 15;

keines Römers schnöde habsucht soll dir je dein grab versehren.
PLATEN 33a.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. 16 Bde. [in 32 Teilbänden]. Leipzig, S. Hirzel 1854 - 1960.

Friday, July 11, 2008

Proto-Indo-European – Lingua Franca for the Imperium

Europe is fighting for a common language, and we do not talk about the technocratic Brussels or Stassburg or Luxembourg regime that is in place only to regulate the capital and the interests and wants to formalise and level all peoples and their traditions. A language is the soul of a people, and no universal language set up by liberal dispraisers could ever be the core of a united tradition. However, to research and inspirit a Lingua Franca for Europe and its people, is a task we follow up with all our strength as a foundation of our independent continent.

If Europe had witnessed at some stage during the last couple of centuries the unification of France, Spain, Portugal, Italy, Romania and parts of Switzerland and Belgium, perhaps as the result of a successful campaign by Napoleon, then the interesting question arises: which language would the people of the new Mediterranean Imperium have chosen to communicate with each other?

Southern European lingua franca

My guess is that Latin would have soon overcome any rivals – notably French. It is from Latin that all the Romance languages evolved, so none of the participant nations of this hypothetical Napoleonic Imperium need feel slighted by having their language and culture ignored. All are off-spring of the Roman Empire. A stable empire demands a common language, but forcing French as a lingua franca onto the peoples of southern Europe would seem to serve the petty interests of French nationalism, rather than those of a Napoleonic Imperium aiming for centuries-long progress with stability. Additionally, Latin had been the language of the educated classes, of the natural sciences and humanities, throughout Europe for many centuries.

Literary tradition

With the advent of the IMPERIUM during the early 21st Century, a similar problem arises. Which language, out of the proud literary traditions of England, France, Germany, Italy, Spain, Scandinavia or Russia, will the peoples of Europe decide to use to talk to one another?

Once again, the answer is straightforward: Aryan, or Proto-Indo-European, to give it the polite, if cumbersome, moniker.

On the practicality of such a venture, extensive and plausible reconstructions of the original Aryan language were already available by the middle of the 19th Century, ironically a generation before the abortive liberal experiment of Esperanto. Instead of patching together some artificial language like an intellectual Meccano kit, how much better to take inspiration from the source of all the languages, nations and tribes of Europe: the source of not only our language but our culture, our metaphysics and the very stuff we are made of! All the major tribes and language-groups of Europe (Celts, Germanics, Balts, Slavs, Hellenics and Italics, as well as many beyond) are direct descendants of the Proto-Indo-European ur-speech, so no nation need complain of alienation: instead all will rejoice in their common brotherhood. Necessary new words arising from new technologies can be incorporated into common-language Aryan much as they are today, perhaps even maintaining the Greek/ Latin composite pattern.

Natural language for Europeans

Once a common Aryan language is taught in all our schools across Europe, in addition to the regional or national mother-tongue, we will see two immediate benefits.
The first is practical. For the first time in millennia, the people of Europe will be able to speak to each other with ease. We can expect a corresponding acceleration of our culture, science and economy.

The second advantage is more esoteric, yet more profound, especially for the individual mind. Studying the roots of our own language will give us a deeper understanding of ourselves, as a member of a nation, a tribe (Celtic, Germanic, Slavic etc.) and as part of a potentially eternal race and culture.

Language is deeply implicated in consciousness; our native tongue forms our perception at the same time as exterior reality informs and modifies our language. As well as revealing the deepest strata of the European weltanschauung, study of the original Aryan language will necessarily throw light on significant divergences between one's own native language and the pan-continental speech from which it evolved. For instance: the subsequent development of the future tense in Germanic languages by use of the verb “will”. Not only will Europeans better understand the metaphysical structure of our 10,000+ years of shared culture, as outlined in Georges Dumézil's trifunctional hypothesis, but also the particular viewpoint and contribution summarized in the idiosyncrasies of their own unique mother tongue.

The argument for the original Aryan language as the common language of the future pan-European IMPERIUM is powerful: it will bring to each individual a fuller appreciation through words of both their nation and their race and culture, and their station in the cosmos.


Unfortunately, this extensive blog from Alisdair Clarke has to be unactive since January, but it is still the source of dozens of the best articles you can find on the web:

Aryan Futurism