Wednesday, December 30, 2009

Spuren

Wir sind unserem angestammten Glauben, eben dem Grundwesen des Glaubens überhaupt, untreu geworden, jenem auf Treu und Ehrlichkeit gestellten Wesen, das aus Seele und Gewissen Selbstachtung und Nächstenliebe gebiert, wie sie noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus altindogermanischem Geblüt nach der Blüte der "Gotik" in der sog. Romantik am Leben war. Diesen kostbaren seelischen Gehalt muss das deutsche Volk noch in letzter Stunde wiederzugewinnen suchen.

Das Wesen dieses Glaubens ist vielleicht am besten getroffen, wenn man darum besorgt ist, das Heil seiner Seele nicht zu verscherzen, damit die Selbstachtung zu verlieren und mit der eigenen Würde auch das Gewissen zu ertöten.

Josef Strzygowski, Geistige Umkehr. Indogermanische Gegenwartsstreifzüge eines Kunstforschers, Heidelberg 1938, S. 81.

Wednesday, December 9, 2009

Netzwerk Sozialistische Nation



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Netzwerk Sozialistische Nation - www.nwsn.info

Monday, December 7, 2009

Ende der Geschichtlichkeit

Ich sehe in der Tat eine konkrete Gefahr: dass der völlig entfesselte und die ganze Welt durchherrschende "Kapitalismus" das geistige Vakuum, das er nach sich zieht, von einem "Antifaschismus" ausfüllen lässt, der die Geschichte ebenso amputiert und simplifiziert, wie das ökonomische System die Welt uniformiert. Aber solange eine solche Zukunft noch als Gefahr empfunden werden kann, ist es geboten, ihr entgegenzuarbeiten - nicht, um ein anderes und konkretes Bild der Zukunft durchzusetzen, sondern aus der Überzeugung heraus, dass die Selbstverständigung des Menschen über sich selbst des historischen Nachdenkens bedarf und weder von Computern vollzogen noch durch computerartige Simplismen ersetzt werden kann. So dürfte aus der Situationslosigkeit, die nie vollständig sein kann, eine neue Situationr resultieren, in der die Aneignung der Geschichte einen bedeutenden Stellenwert besitztt, gerade wenn geschichtliche Situationen in dem bisher geläufigen Sinne nicht mehr existieren sollten.

Ernst Nolte, Brief an François Furet vom 11. Dezember 1996, in: "Feindliche Nähe". Kommunismus und Faschismus im 20. Jahrhundert. Ein Briefwechsel, München 1998.

Sunday, December 6, 2009

An der Mündung der Zeit

Wir stehen an der Mündung der Zeit. Hinter uns sehen wir den stolzen Strom der Jahrhunderte. Aber im Breiterwerden ist er nun plötzlich versandet. Uns aber hat das Schicksal als Abenteurer an die Wendung dieser Mündung gestellt. Wir sind auf der Suche nach dem Ozean, der das Schiff der Menschheit wieder tragen kann.

Werner Deubel, Aus dem Nachlass, 1948

Saturday, December 5, 2009

Die Heidenschaft



Ne ergo unum subici
Contrariis dicamus
Et his dvinam affici
Naturam concedamus,
Racione hac deternismus
Deos discriminare,
Officia quorum cernimus
Ab invicem distare.

Das können wir nicht glauben, dass
Ein einz´ger Gott erfinde
So Gegensätzliches und was
Die Gott-Natur fest binde.
Wies gebietet der Verstand, wolln wir
Viel Götter unterscheiden,
Deren Pflichten ja – das sehn wir hier -
An Gegensätzen leiden.


Ludus de antichristo
. Das Spiel vom deutschen Kaiser und vom Antichrist. I. Die Weltherrschaft des deutschen Kaisers, ca. 1160; nach Karl Langosch, Politische Dichtung um Kaiser Friedrich Barbarossa, Berlin 1943.

Der absolute Krieg

In dem Bilde, das Clausewitz vom Kriege entwirft, steht im Mittelpunkt der lapidare Satz "Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen". Er vermeidet bei dieser Charakterisierung "schwerfällige publizistische Definitionen" und geht der Sache in einfacher, jedem verständlicher Weise auf den Grund. In der Anwendung dieses Aktes der Gewalt gibt es - folgerichtig betrachtet - keine Grenzen. Es gilt vielmehr einzig und allein das Ziel zu erreichen, "den Feind wehrlos zu machen". Hat doch die Auffassung, der Krieg sei mit zunehmender Kultur humaner geworden, sich bei genauer Betrachtung als unrichtig erwiesen. Clausewitz´ Feststellung, "dass gebildete Völker den Gefangenen nicht den Tod geben, Stadt und Land nicht zu zerstören", dies nur deshalb nicht zu tun, "weil sich die Intelligenz mehr in ihre Kriegführung mischt und sie wirksamere Mittel zur Anwendung der Gewalt gelehrt hat, als diese rohen Äusserungen des Instinkts", hat bis auf unsere Tage immer wieder ihre Bestätigung gefunden.

Da man den unabhängigen Willen des Gegners sich gegenüber hat, so gilt es, diesen Willen zu brechen. Dies geschieht mit Hilfe der eigenen Machtmittel und der eigenen Willenskraft. Wenn sich die eigenen Machtmittel als unzureichend erweisen oder die eigene Willenskraft der des Gegners nachsteht, müssen daraus gewissen Gegengewichte erwachsen. Diese beiden Faktoren sind daher von geradezu entscheidender Bedeutung. Jeder Kriegführende wird folgerichtig bestrebt sein, sie zu möglichst grosser Wirkung zu bringen, d. h. die "äusserste Anstrengung der Kräfte" vorzubereiten und in die Tat umzusetzen.

Theoretisch betrachtet, müsste man nun zu einem Maximum an personeller, materieller, wirtschaftlicher und willensmässiger Anstrengung gelangen können, aus dem sich ein völlig ungehemmter Krieg ergeben würde, den Clausewitz mit dem Begriff "Absoluter Krieg" umfasst. Aber das ist nur höchst selten der Fall. Vielmehr ist "die Gestalt, die der Krieg gewinnt, abhängig von allem Fremdartigen, was sich darin einmischt und daran ansetzt..., von aller natürlichen Schwere und Reibung der Teile, der ganzen Inkonsequenz, Unklarheit und Verzagtheit des menschlichen Geistes".

Der "absolute" oder, wie ihn Clausewitz gelegentlich auch nennt, der "abstrakte" Krieg hat also mit dem Krieg, wie er sich in der Wirklichkeit abspielt, nur wenig zu tun. Wenn auch gerade in neuester Zeit seit dem Zeitalter Napoleons das offensichtliche Bestreben zutage tritt, dem Kriege auch in der Wirklichkeit eine absolute Gestalt zu verleihen, so wurde dies doch noch nie in der letzten Vollkommenheit erreicht. Selbst die glänzendsten Feldzüge weisen hier und da, wenn auch kleinere, Lücken auf, die z. B. durch unvermeidliche Fehler von Unterführerm hervorgerufen worden sind.

Friedrich von Cochenhausen, Der Wille zum Sieg. Clausewitz´ Lehre von den dem Kriege innewohnenden Gegengewichten und ihrer Überwindung, erläutert am Feldzug 1814 in Frankreich, Berlin 1943.

Menschentum

Fragwürdigkeit des Menschentums, insonderheit des Künstlertums - bescheiden wir uns, fassen wir uns in Haltung, so ist das etwas Künstliches, dem unser Leben widerstrebt, und also Schuld und Gewalt am Leben.
Stürzen wir uns hinaus, hinüber über das Menschentum, so zersprengen wir unsere gottgegebenen Fesseln, unsere Gestalt und enden in Wahnsinn oder Selbstmord; Hybris.
Vielleicht ist es notwendig, dass wir schuldig werden müssen, und beide Seiten haben die gleiche Schuld, dass sie da eine Entscheidung treffen, wo es vielleicht das Gesetz des Menschen zu sein scheint, zwischen zwei Frömmigkeiten und zwischen zwei Freveln die schwierige Mitte zu halten. Wir dürfen wir entscheiden zu sagen: so wollen es die Götter von us. Wir freilich stehen schwierig in der Zeit: Krieg den alten Geistformen der Aufklärung; Suche der Seele nach neuen Gestaden. Wir sind Gefahr, darüber alles zu vergessen.

Werner Deubel, Aus dem Nachlass, 1948

Friday, December 4, 2009

Petite bibliographie sur la Révolution Conservatrice allemande

GENERALITES

-Armin MOHLER : La Révolution Conservatrice allemande (1918-1932), Pardès, Puiseaux, 1993 (Première édition 1950).

-Dominique VENNER : Histoire d’un fascisme allemand, les corps-francs du Baltikum et la Révolution Conservatrice, Pygmalion/Gerard Watelet,Paris, 1996.

-Stefan BREUER : Anatomie de la Révolution conservatrice, Editions de la Maison des Sciences de l’Homme, Paris, 1996.

-Louis DUPEUX : Aspects du fondamentalisme national en Allemagne de 1890 à 1945 et essais complémentaires, Presses Universitaires de Strasbourg, 2001.

-Louis DUPEUX (sous la direction de) : La « Révolution Conservatrice » dans l’Allemagne de Weimar, Editions Kime, Paris, 1992.

-Barbara KOEHN (sous la direction de) : La Révolution conservatrice et ses élites intellectuelles, Presse Universitaires de Rennes, 2003.

-Paul LACOSTE : La Révolution Conservatrice allemande (1918-1932), Imperium, Epinay sur Orge, 1997.

-Edmond VERMEIL : Doctrinaires de la Révolution allemande 1918-1938, Nouvelles Editions Latines, Paris, 1948.

-Robert STEUCKERS (éditeur) : in Vouloir n°8 nouvelle série, Révolution Conservatrice, automne 1996.

-Robert STEUCKERS : La « Révolution Conservatrice » en Allemagne, 1918-1932 in Vouloir ancienne série n°59/60, novembre-décembre 1989, p : 11-16.

-Luc PAUWELS : Armin MOHLER et la « Révolution Conservatrice » in Vouloir ancienne série n°63/64, Printemps 1990, p : 13-19.

-Alain de BENOIST (entretien avec) : in Eléments n°70, printemps 1991, p : 24-37.

-Giorgio LOCCHI : Die Konservative Revolution in Deutschland 1918-1932 in Nouvelle Ecole n°23, automne 1973, p : 94-107.

-Erwin BUCHEL : Armin MOHLER, l’historien de la « Révolution Conservatrice » in Nouvelle Revue d’histoire n°8, septembre-octobre 2003, p : 22-23.


LES JEUNES CONSERVATEURS

-Oswald SPENGLER : Le déclin de l’Occident, 2 volumes, Gallimard, Paris, 1948.

-Oswald SPENGLER : Prussianisme et socialisme, Actes Sud/ Hubert Nyssen, Arles, 1986.

-Oswald SPENGLER : L’homme et la technique, Idées, Gallimard, Paris, 1969.

-Oswald SPENGLER : Années décisives, Copernic, Paris, 1980.

-Oswald SPENGLER : Écrits et pensées, Copernic, Paris, 1980.

-Robert STEUCKERS (éditeur) : Dossier Spengler in Orientations n°1, janvier 1982, p : 14-25.

-Thomas MANN : Considérations d’un apolitique, Grasset, Paris, 1975 (réédition 2002).

-Denis MAGNE : Thomas MANN ou la domination des contraires in Nouvelle Ecole n°41, Automne 1984, p : 11-44.

-Laurent SCHANG : La jeunesse « apolitique » de Thomas Mann in Nouvelles de Synergies Européennes n°33, mars-avril 1998, p : 21-22.

-Carl SCHMITT : La notion de politique/ théorie du partisan, Champs/Flammarion, Paris, 1992.

-Carl SCHMITT : Terre et mer. Un point de vue sur l’histoire mondiale, Labyrinthe, Paris, 1985.

-Carl SCHMITT : Du politique, « légalité et légitimité » et autres essais, Pardès, Puiseaux, 1990.

-Carl SCHMITT : Machiavel-Clausewitz, droit et politique face aux défis de l’histoire, Krisis, Paris, 2007.

-Carl SCHMITT : La dictature, Seuil, Paris, 2000.

-Carl SCHMITT : Théologie politique, Gallimard, Paris, 1988.

-Alain de BENOIST : Carl Schmitt actuel-« Guerre juste, terrorisme, état de guerre, Nomos de la terre », Krisis, Paris, 2007.

-Arthur MOELLER VAN DEN BRUCK : Le troisième Reich, Fernand Sorlot, Paris, 1981.

Arthur MOELLER VAN DEN BRUCK : La révolution des peuples jeunes, Pardès, Puiseaux, 1993.

-Alain DE BENOIST : Arthur MOELLER VAN DEN BRUCK, une « question à la destinée allemande » in Nouvelle Ecole n°35, Hiver 1979-1980, p : 40-73.

-Giselher WIRSING : L’âge d’Icare, de la loi et des frontières de notre temps, PanEuropa, Paris, 2003 (édition originale 1944).


LES NATIONAUX-REVOLUTIONNAIRES/NEO-NATIONALISTES

-Ernst JUNGER : Orages d’acier, Livre de poche, Paris, 1989.

-Ernst JUNGER : Le boqueteau 125, Christian Bourgois (nouvelle traduction), Paris, 1995

-Ernst JUNGER : La guerre comme expérience intérieure, Christian Bourgois, Paris, 1997 (nouvelle traduction de La guerre, notre mère).

-Ernst JUNGER : Feu et sang, Christian Bourgois, Paris, 1998.

-Ernst JUNGER : Lieutenant Sturm, Viviane Hamy, Paris, 1991.

-Ernst JUNGER : Le travailleur, Christian Bourgois, Paris, 1989.

-Ernst JUNGER : Sur les falaises de marbre, Gallimard, Paris, 1979.

-Alain de BENOIST : La figure du travailleur entre dieux et titans in Nouvelle Ecole, n°40, automne 1983, p :11-61.

-Alain de BENOIST (Editeur) : in Nouvelle Ecole, n°48, année 1996, Ernst JUNGER.

-Robert STEUCKERS (Editeur) : in Vouloir n°4 nouvelle série, printemps 1995, Ernst JUNGER 100 ans.

Robert STEUCKERS (Editeur) : in Nouvelles de Synergies Européennes, Hommage à Ernst JUNGER, n°33, mars-avril 1998, p : 2-10

-Isabelle GRAZIOLI-ROZET : JUNGER, Qui suis-je ?, Pardès, Grez-Sur-Loing, 2007.

-Isabelle GRAZIOLI-ROZET : Hommage à Ernst JUNGER in Eléments n°92, Juillet 1998, p : 4-8.

-Philippe BARTHELET (Sous la direction de) : Ernst JUNGER, Les Dossiers H, L’Âge d’Homme, Paris/ Lausanne, 2000.

-Ernst VON SALOMON : Les cadets, UGE/10-18, Paris, 1986.

-Ernst VON SALOMON : Les réprouvés, Christian Bartillat, Paris, 2007.

-Ernst VON SALOMON : Histoire proche, essai sur l’esprit corps-franc, Porte Glaive, Paris, 1987.

-Ernst VON SALOMON : Le questionnaire, Gallimard, Paris, 1982.

-Ernst NIEKISCH : « Hitler, une fatalité allemande » et autres écrits nationaux-bolcheviks, Pardès, Puiseaux, 1991.

-Thierry MUDRY : L’itinéraire d’Ernst NIEKISCH in Orientations n°7, septembre-octobre 1986, p : 34-37.

-Paul BAHN : L’itinéraire de Friedrich HIELSCHER, 1902-1990 in Nouvelle Ecole n°53-54 (Le Fascisme), année 2003, p : 170-182.

-Robert STEUCKERS : Friedrich-Georg JUNGER (1898-1977), la perfection de la technique, Synergies Européennes, Bruxelles, 1996.

-Robert STEUCKERS : L’itinéraire philosophique et poétique de Friedrich-Georg JUNGER in Vouloir n° 45/46 ancienne série, janvier-mars 1988, p : 10-12.


LES VOLKISCHEN/ FOLCISTES

-Ludwig FERDINAND CLAUSS : L’âme des races, L’homme Libre, Paris, 2001.

-Ludwig FERDINAND CLAUSS : David et Goliath in Etudes et Recherches nouvelle série, n°2, quatrième trimestre 1983, p :17-23.

-Hans F. K. GUNTHER : Platon, eugéniste et vitaliste, Pardès, Puiseaux, 1987.

-Hans F. K. GUNTHER Religiosité indo-européenne, Pardès, Puiseaux, 1987.

-Hans F. K. GUNTHER Mon témoignage sur Adolf Hitler, Pardès, Puiseaux, 1990.

-Hans F. K. GUNTHER Les peuples de l’Europe, Editions du Lore, 2006.

-Hans F. K. GUNTHER La race nordique chez les Indo-Européens d’Asie, L’Homme Libre, Paris, 2006.

-Otto RAHN : La cour de Lucifer, Pardès, Puiseaux, 1994.

-Robert STEUCKERS : L’œuvre de Hermann Wirth (1885-1981) in Vouloir n°101/102/103/104 ancienne série, avril-juin 1993, p : 53-55.

-Nicholas GOODRICK-CLARKE : Les racines occultistes du nazisme. Les Aryosophistes en Autriche et en Allemagne, 1890-1935, Pardès, Puiseaux, 1989.


LES BUNDISCHEN

-Karl HOFFKES : Wandervogel révolte contre l’esprit bourgeois, ACE, Saint-Etienne, 2001 (nouvelle édition augmentée).

-Alain THIEME : La jeunesse « Bundisch » en Allemagne au travers de Die Kommenden (janvier 1930-juillet 1931), ACE, Saint-Etienne, 2003.

-Walter FLEX : Le pèlerin entre deux mondes, Porte Glaive, Paris, 1996.

-Hans BLUHER : Wandervogel, histoire d’un mouvement de jeunesse, tome 1, Les Dioscures, Paris, 1994.

-Luc SAINT-ETIENNE : La sexologie politique de Hans BLUHER, GRECE, Paris, 1994.


LE LANDVOLKBEWEGUNG/ MOUVEMENT PAYSAN

-Ernst VON SALOMON : La ville, Gallimard, Paris, 1986.

-Michelle LE BARS : Le mouvement paysan dans le Schleswig Holstein 1928-1932, Peter Lang, Berne, 1986.


DIVERS

-Robert STEUCKERS : Conception de l’homme et Révolution Conservatrice, Heidegger et son temps in Nouvelle Ecole n°37, Printemps 1982, p : 55-75.

-Robert STEUCKERS : Le mouvement métapolitique d’Engelbert PERNERSTORFER à Vienne à la fin du XIXème siècle, précurseur de la « Révolution Conservatrice » in Nouvelles de Synergies Européennes n°55/56, avril-juillet 2002, p : 21-35.

-Stefan GEORGE : Dichtungen/Poèmes, édition bilingue, Aubier/Flammarion, Paris, 1969.

-Stefan GEORGE : L’étoile de l’alliance, Editions de la Différence, Paris, 2005.

-Jean-François THULL : Claus SCHENK Graf von Stauffenberg, un aristocrate dans la tourmente in Le Baucent, n° 19, mai-juin 2000, p : 25-30.

-Henri COURIVAUD : L’Allemagne secrète de Claus von Stauffenberg in Revue Catholica n°97, Automne 2007, p : 111-126.

-H.T. HANSEN : Julius EVOLA et la « Révolution Conservatrice » allemande, association les Deux Etendarts, Montreuil-sous-Bois, 2002.

-Werner SOMBART : Le bourgeois, Petite Bibliothèque Payot, Paris, 1966.

-Werner SOMBART : Le socialisme allemand, Pardès, Puiseaux, 1990.

-Alain de BENOIST : Le paradigme de la culture humaine in Les idées à l’endroit, Editions Libres/Hallier, Paris, 1979, p : 215-249.

-Ferdinand TONNIES : Communauté et société, Retz, Paris, 1977.

-Armin MOHLER : Le « style » fasciste in Nouvelle Ecole n° 42, Eté 1985, p : 59-86.

-Martin KIESSIG : Ludwig KLAGES et son temps in Vouloir ancienne série n°59/60, novembre-décembre 1989, p : 17-19.

-Thierry MUDRY : Le « socialisme allemand », analyse du télescopage entre nationalisme et socialisme de 1900 à 1933 en Allemagne in Orientations n°7, septembre-octobre 1986, p : 21-30.

-Thierry MUDRY : La figure du partisan, approche historique in Le Partisan Européen, n°7-8, Vendémiaire-Brumaire 1986, p :10-22.

-Thierry MUDRY : Le « socialisme allemand » de Werner Sombart in Orientations n°12, été 1990-hiver 1990-91, p : 22-27.

-Julien Freund : La décadence, Sirey, Paris, 1984.

Bibliographie réalisée par Pascal Lassalle Pour Novopress France.

Heraclius restores the Cross to Jerusalem



1) Heraclius: Scene, bringing Cross to Jerusalem -- Group of horsemen, including Heraclius, advances toward closed gate of wall of Jerusalem, surmounted by nimbed angel holding cross.
Group of men (only heads visible) within the wall. One of towers surmounted by cross.
2) Heraclius: Scene, bringing Cross to Jerusalem -- Group of men barefoot, several prostrate, attends Heraclius, with cross in draped hands, walking toward open gate of wall of Jerusalem, enclosing two men.
One of two towers surmounted by cross. Scene within frame decorated with foliate ornament and four ornamental medallions at centers.
Illustration facing Collect for Feast of Exaltation of Holy Cross.

The Pierpont Morgan Library, New York. MS M.641 fol. 155v, Sacramentary of Mont-Saint Michel, ca. 1060.

http://utu.morganlibrary.org/medren/single_image2.cfm?imagename=m641.155v.jpg&page=ICA000076135

European National-Bolshevism




Unquestionably, Jean Thiriart appears as a continuation of the diverse German national-Bolshevik and national-communist currents of the 20’s and 30’s. There are, certainly, differences which are in great measure rooted in the evolution of the political and international context existent before World War II and after the sixties.

An apparent fundamental difference lies in the national element. Thiriart completely rejected [the idea of a] small German nationalism and [instead] defended the idea of a pan-European nationalism and community. [One must] add that Thiriart’s thought derives directly from the theory of “big spaces”, which sees in the construction of big economic blocks an answer to the challenge of the present times. Thiriart is equally in favor of the autarchic economic blocks and of auto-centralization, the prophet of which was the German Friedrich List. We must put this position in context in regards to the national-Bolshevik current, and particularly in relation to Niekisch, who proposed the constitution of a “German- Slavic block from Vladivostok to Flessing”. Thiriart proposes the creation of a “Great Europe from Rijkjavik to Vladivostok”. The difference in positions, [however], derives mainly from anti-Latin and anti-Roman attitudes, because Niekisch saw in these the power of the Entente and therefore [he believed them] responsible for the decadence and ruin that Germany and the Soviet Union suffered from. In a study published in 1982 and titled “L’Unione Sovietica nel pensiero di Jean Thiriart”, Jose Cuadrado Costa also responded positively to attributing the national-Bolshevik current of the 20’s and 30’s to Thiriart. Cuadrado added: “Thiriart, guided by his pragmatism and his revolutionary will, has defined in the last numbers of “The European Nation” the essential lines of what we could refer to as national-bolshevism in a European dimension”.

It’s this thought that would comprise the point of origin of a new national-Bolshevik political and doctrinal current in the early 1980’s.

http://aequitasetlibertas.motpol.nu/?p=331

Wednesday, December 2, 2009

Das Volk

Kein Ding in Raum und Zeit bindet endgültig: nicht die Abstammung, nicht die Sprache, nicht die Umgebung. Dem allen steht der Einzelne frei gegenüber. Allein seine schöpferische Kraft, die seinen Willen überhaupt erst bildet, aus der sein Wille in jedem Augenblick geboren wird, bindet ihn notwendig: sie ist der Kern seines Wesens. Damit unterscheidet sich das Volk von einem blossen Abstammungsverbande und von jeder Verbindung, die nur durch äussere Umstände zusammengehalten wird; die Indogermanen sind kein Volk; die Untertanen des Staates der Weimarer Verfassung sind auch kein Volk. Nur die seelische Besessenheit durch dieselbe schöpferische Kraft gestaltet aus einer Vielheit vertretbarer Menschen ein Volk, in dem ein- und dieselbe Wirklichkeit durch die Tat bezeugt wird. Das Volk ist Eiheit des Bekenntnisses und des Schicksals.

Friedrich Hielscher

Tuesday, December 1, 2009

Saturnia regna



Der höchste Planet des Himmels / Saturnus genannt / hat in unser Meisterschafft die geringschätzigste autorität / und ist gleichwol der fürnehmste Schlüssel der gantzen Kunst / ist aber auff die niedrigste Staffel gesetzt / und kleinestes Ansehens unserer Kunst zugeordnet / ob er auch wol durch seinen schnellen Flug sich in die höchste Höhe über alle Liechter auffgeschwungen hat / so muß es doch in Abschneidung seiner Federn / biß zu der allerniedrigsten Scheinung gebracht / und durch seine Verderbung in Verbesserung kommen / damit schwarz in weiß / und weiß in roht gebracht werde / auch durch den Lauff der gantzen Welt Farbe / die andern Planeten durchlauffen / biß zu der übrigen Hofe-Farbe des trimphirenden Königes / Und sage also / ob Saturnus für aller Welt geringschätzig geachtet wird / so hat er doch solche Krafft und Stärcke in sich / daß / wo sein herzliches Wesen / welches ist über alle massen eine unbegreifliche Kälte / in das lauffende feurige metallische corpus getrieben wird / daß solchem das lauffende Leben kan benommen / und zu einem sochen schmeidigen Leibe werden / wie Saturnus selbsten ist / doch viel einer besseren Beständigkeit unterworffen / welche Veränderung auß Merecurio, Sulphure und Sale ihren Ursprung / Anfang und gewisses Ende hat. Dieses wird nun mancher schwer erachten zu verstehen / wie es dann auch ist / Aber dieweil die Materia gering / so muß der Verstand scharff und hoch seyn / damit ein ungleicher Stand in der Welt bleibe / die Herren von den Knechten zu unterscheiden / und sie durch Dienung können erkandt werden.
Auß dem Saturno kommen vielerley gestalt Farben herfür / so durch Bereitung und Kunst gemacht werden / als schwarz / grau / weiß / gelb und roht / und was mehr vermischter Farben darauß kommen / also muß die Materia aller Weisen auch viel Farben überwinden / ehe der grosse Stein zu der gewissen gesetzten Vollkommenheit erhaben wird / Denn so offt dem Feuer eine neue Porten des Eingangs eröffnet wird / so offt gibt soches eine neue Form unnd Gestalt der Kleidung zur Außbeut / biß der Arme selbst Reichthum erlanget und überkommen / und keiner Entlehnung mehr bedürfftig ist.
Wenn die edle Venus ihr Königreich besitzes / und nach Gewonheit des königlichen Hofes die Aempter nach Gebühr außtheilet / so erscheinen sie in ihrer Herzlichkeit / und die Musica trägt ihr eine schöne Fahne für / von rohter Farbe / darauff ist gemahlet die Charitas in grünen Kleidern überauß schöne / und an ihrem Hofe wird Saturnus für einen Hoff-Meister gebraucht / Und wenn er sein Ampt vollbringet / so träge ihm Astronomica ein schwartze Fahne für / darauff ist Fides gemahlet in gelb und rohter Kleidung / Jupiter mit seinem Scepter muß das Ampt eines Marschalles verrichten / Rethorica trägt ihm ein Fahne von grauer Farbe für / darauff ist gemahlet die Spes zierlich mit Farben geschmückt; Mars verstehet alle Kriegs-Sachen / und führet das Regiment mit feuriger Dürstigkeit / und trägt ihm Geometria ein blutige Fahne für / darauff ist gemahlet die Fortitudo mit rohtem Gewand bekleidet. Mercurius ist aller Cantzler / und trägt ihm für die Fahne von allen Farben zhusammen gesetzt Arithmetica, denn er ist nicht außzurechnen / darauff ist gemahlet Temperantia von Farben wunderbarlich. Sol ist ein Statthalter des Königreichs / und trägt ihm für Grammatica eine gelbe Fahne / darauff ist Justitia gemahlet in güldenen Stücken / Welcher Statthalter / ob er gleich mehr Gehorsam hat in seinem Königreich / so hat doch die Königin Venus durch den überflüssigen hochleuchtenden Glantz ihn geblendet unnd überwunden. Luna aber erscheinet auch / und trägt ihr für Dialectica eine Silber-Farbe weißgläntzende Fahne / darauff ist gemahlet Prudentia, mit himmelblauer Farbe angestrichen / Und dieweil der Luna ihr Ehemann gestorben / so hat sie das Ampt ererbet / daß sie wird forthin die Königing Venus nicht mehr regieren lassen / denn sie hat Rechenschafft von ihrer Haußhaltung gefordert / alsdenn wird ihr der Cantzler Hülff erzeigen / daß ein neu Regiment wird auugerichtet / und sie beyde über die edle Königin regieren werden / verstehe / daß ein Planet den andern von seiner Herzlichkeit / Ampt / Herzschafft und Gewalt muß abtreiben und entsetzen / biß die besten unter denselben allen das höchste imperium erhalten / und mit der besten beständigsten Farbe mit ihrer eersten Mutter ihn zugethan / auß angebohrner Standhafftigkeit / Lieb und Freundschafft im Siege obligen / Denn ist die alte Welt vergangen / und ein neue Welt an die stete kommen / und hat ein Planet den andern spiritualisch verzehret / daß nur die Stärckesten durch Speise der andern geblieben sind / und zwey und drey durch eins allein überwuden worden.
Zum endlichen Abscheide hierauff solt du allding vernehmen / daß du solt auffziehen die himmlische Wage / den Widder / Stier / Krebs / Scorpion / und Steinbock / Der ander Seite der Wage solt du aufflegen den Zwilling / Schütz / Wassermann / Fisch und Jungfrau / denn verschaffe / daß der Goldreiche Löw der Jungfrauen in den Schoß springe / so wird solch Theil der Wage überhand nehmen / und dem andern Theil in der Schwere überlegen seyn / laß denn die zwölff Zeichen des Himmels mit dem sieben Gestirn in einen Gegenschein gerathen / so wird nach Erfüllung aller Welt Farben / ein endliche Conjugation und Zusammenfügung geschehen / daß das gröste zum geringsten / und das geringste zum allergrösten kommen wird.

Wenn da stünd der gantzen Welt Natur /
Nur bloß allein in einer Figur /
Und könt durch Kunst nicht anders werden
kein Wunder findt man dann auff
Erdn /
Und die Natur nicht zu beweisen /
Dafür doch Gott ist hoch zu preisen.

Transcribed by Johann Plattner from Aus Fr. Basilii Valentini Benedictiner Ordens Chymische Schriften.... Hamburg / In Verlegung Johann Naumans und Georg Wolff. Anno M.DC.LXXVII.

http://www.alchemywebsite.com/keys12.html

Los vom Westen! Und der Osten?

Die grosse Masse dieser Intelligenz wie des deutschen Volkes überhaupt hat, im Gegensatz zur Masse des russischen Volkes, aber auch gar keinen Glauben mehr an die angeblichen Segnungen des technischen Fortschritts; sie kann, aus geschichtlichen Gründen, die ihr bewusst sind, aber auch aus Gründen der für uns begrenzten, ja bereits erschöpften Möglichkeiten jeder Extensivwirtschaft auf unserem deutschen Raum nur noch an eine Intensivierung unserer Wirtschaft glauben. Also: statt - wie in Sowjetrussland - Industrialisierung bei uns Entindustrialisierung, die sich unter dem Schwund der Auslandsmärkte ohnehin vollzieht, und Aufwirtschaftung des Landes, des Bodens. Bildungsmässig sind die Grenzen für unser Volk gleichfalls so ziemlich erreicht, denn nur wenige - Ungebildete - glauben im Ernst noch an das rationalistische Evangelium, dass Wissen Macht sei. Was heute in Deutschland not tut, ist weniger Wissen und mehr Charakter. Mehr Glaube! Glaube an unser Land, an unser Volk, an unser Blut. Bis in die letzten Tiefen hinein, in denen bei unseren Vätern noch der Glaube an eine allseligmachende christlich-europäische Kultur, oder der liberalistische Wahnglaube an die Weltherrschaft der Vernunft, ihren Sitz hatte.

Darum bin ich überzeugt, fass, obwohl sich Sowjetrussland in gewiss ehrlicher Überzeugung seiner Machthaber in der weltumstürzenden Mission einer neuen Idee fühlt, wie in Deutschland über diese bolschewistische Idee (es ist die des folgerichtigen materialistischen Marxismus) längt hinaus sind. Die Tatsache, dass sich in Deutschland bisher auch nicht ein Kommunist gefunden hat, der den Genossen in Moskau hätte klar machen und sich ihnen gegenüber dabei hätte durchsetzen können, dass die Dinge hier geistig, geschichtlich, soziologisch und wirtschaftspolitisch ganz anders liegen als in Sowjetrussland, sagt genug. Denn wer die Dinge für unsere deutschen Verhältnisse zu Ende denkt, muss es für ausgeschlossen erklären, dass unser soziales Problem noch mit der liberalistischen Idee des unbegrenzten Fortschritts zusammengekoppelt werden könnte. Sondern die Lösung unserer sozialen Kernfrage kann nur immer national sein. Die Gefahr, dass Deutschland etwa dem "Bolschewismus" ausgeliefert werden könnte, schätze ich aus diesem wie mir scheint entscheidenden Grunde auch gar nicht hoch ein. Ich bin überzeugt, sie ist überhaupt nicht vorhanden. Es sei denn, dass die Sowjets Deutschland den Krieg erklärten, die Zwischenstaaten überrennen und sich in Deutschland militärisch festsetzen könnten; das aber wäre eine Utopie. Anderseits bewundere ich den Schwung und die hinreissende Kraft des bolschewistischen Glaubens - gültig für Sowjetrussland. Dort hat er noch Berechtigung, dort hat er Auslauf. Darum scheint mir Sowjetrussland auch ein Land von einer ganz grossen Zukunft - auch in geistiger Hinsicht; während der europäische Westen Länder bestenfalls von einer ganz grossen Vergangenheit beherbergt. Und vielleicht kommt einmal die Zeit, in der der materialistische Fortschrittsglaube der bolschewistischen Ideologie sich mildert, seine Grenzen erkennt. In weiterer Zukunft - aber immerhin in Zukunft. Darum möchte ich es für mein Teil mit der Zukunft halten; denn ich glaube, dass wir, wir Deutsche, wenn erst einmal in uns das Evangelium des Blutes und der Erde wach geworden und zur Tat geworden ist in einem darin alle "sozialen" Fragen zwanglos lösenden neuen Reich, dies Evangelium auf unserem eigenen Grund und Boden nicht hat

Erick, in: Die Kommenden. Überbündische Wochenschrift der deutschen Jugend, Nr. 35, 28.08.1932.

Monday, November 30, 2009

Rising



Just as she [Greece] had expended in their behalf [the Latins] all of her most precious and outstanding possessions liberally and without any parsimony, and had restored with her hand and force of arms the state of Italy, long ago oppressed by the Goths, they [the Latins] should in the same way now be willing to raise up prostrate and afflicted Greece and liberate it by arms from the hands of the barbarians.

Demetrius Chalcondyles, First of the "Discourses on the inauguration of Greek studies at Padua University", 1463.

Sprachverlust

In Kirchen hat man uns gelockt, in fremden Sprachen uns unterwiesen, und so haben wir die eigene verloren. Immer fremder sind wir uns selber geworden. Was aus den Brandungen dröhnt, was ein Gewitter spricht, was in Wipfeln raunt und die Flammenschrift der Blitze verstehen wir nicht mehr.

Werner Deubel, Aus dem Nachlass, 1948

Heidnischwerk




MS in Old Danish or Latin(?) on bronze, Yorkshire, England, ca. 1000, 1 hammer-headed staff, 4,3x0,9-1,2 cm, 1 line in capitals with an uncial M, preceded by a cross, pierced at one end for use as a pendant, a punched cross and decoration at the hammer end.

Provenance: 1. Excavated in Yorkshire, England; 2. Neil Clayton, Lavenham, Suffolk (- 1993); 3. Jeremy Griffiths, Oxford.

Commentary: Around 50 examples of Thor's Hammer are found widely distributed throughout Scandinavia from 9th to 11th c., with a few examples from England. As amulet it symbolises the god's protection of the wearer. The 2 crosses suggest a Christian owner, and makes it an unusual and interesting example of the birth of Christianity among the Vikings, still clinging to the old heathen god Thor.

http://www.schoyencollection.com/

Sunday, November 29, 2009

Daydreaming


Modern consumers make significant psychological and emotional investments into consumer products, daydreaming about the kind of lifestyle they would like to have, and therefore of the kind of person they would like to be. This, in the context of the psychological processes triggered by the present historical socio-cultural environment, leads to a cycle of longing and acquisition, where acquisition does not result in satisfaction but in disappointment and continued longing. Thus, even mediocre consumer products are imbued with enormous meaning, and are frequently replaced and/or disacquired once obtained by the consumer, who has by then moved on to continued daydreaming and fixation on yet another product. This fits well with an evolutionary account of consumption, whereby consumer objects are used – sub- or semi-consciously – for purposes of status display along a variety of dimensions (e.g. amiability, stability, conscientiousness, etc.), and whereby consumers engage, accordingly, in deception and self-deception in the effort to define themselves to themselves and to others.

Alex Kurtagic, The Romantic Ethic & the Spirit of Modern Consumerism. Review of the book by Colin Campbell.

http://www.toqonline.com/2009/11/the-romantic-ethic-the-spirit-of-modern-consumerism/

Das verlorene Geschichtsempfinden

Die schlimmste Bedrohung wird den wenigsten bewusst. So unendlich viel Menschen aller Länder haben mit der Heimat die Verbindung mit der Vergangenheit verloren. Man erbebt vor der Folgerichtigkeit und Zielbewusstseins des Widerdämons des Lebens, wenn man erwägt, dass mit der Zertrümmerung unserer Städte die völkisch-kulturelle Vergangenheit vernichtet und ausgelöscht ist. Damit erst hängt der heutige Mensch über dem Abgrund des Nichts, der Leere. Was das bedeutet, dass uns kein Lebensborn des Ehemals mehr tränkt, dass damit die allgemeine Seelenverödung und -verdorrung fast unabwendbar geworden ist, ahnen nur die wenigen, die um die so geheime Abhängigkeit alles Gegenwärtigen vom Vergangenen wissen.

Werner Deubel, Aus dem Nachlass, 1948

Book Calls Jewish People an "Invention"

Despite the fragmented and incomplete historical record, experts pretty much agree that some popular beliefs about Jewish history simply don’t hold up: there was no sudden expulsion of all Jews from Jerusalem in A.D. 70, for instance. What’s more, modern Jews owe their ancestry as much to converts from the first millennium and early Middle Ages as to the Jews of antiquity.

Other theories, like the notion that many of today’s Palestinians can legitimately claim to be descended from the ancient Jews, are familiar and serious subjects of study, even if no definitive answer yet exists.

But while these ideas are commonplace among historians, they still manage to provoke controversy each time they surface in public, beyond the scholarly world. The latest example is the book “The Invention of the Jewish People,” which spent months on the best-seller list in Israel and is now available in English. Mixing respected scholarship with dubious theories, the author, Shlomo Sand, a professor at Tel Aviv University, frames the narrative as a startling exposure of suppressed historical facts. The translated version of his polemic has sparked a new wave of coverage in Britain and has provoked spirited debates online and in seminar rooms.

Professor Sand, a scholar of modern France, not Jewish history, candidly states his aim is to undercut the Jews’ claims to the land of Israel by demonstrating that they do not constitute “a people,” with a shared racial or biological past. The book has been extravagantly denounced and praised, often on the basis of whether or not the reader agrees with his politics.

The vehement response to these familiar arguments — both the reasonable and the outrageous — highlights the challenge of disentangling historical fact from the sticky web of religious and political myth and memory.

Consider, for instance, Professor Sand’s assertion that Palestinian Arab villagers are descended from the original Jewish farmers. Nearly a century ago, early Zionists and Arab nationalists touted the blood relationship as the basis of a potential alliance in their respective struggles for independence. Israel’s first prime minister, David Ben-Gurion, and Yitzhak Ben Zvi, Israel’s longest-serving president, made this very argument in a book they wrote together in 1918. The next year, Emir Feisal, who organized the Arab revolt against the Ottoman empire and tried to create a united Arab nation, signed a cooperation agreement with the Zionist leader Chaim Weizmann that declared the two were “mindful of the racial kinship and ancient bonds existing between the Arabs and the Jewish people.”

Both sides later dropped the subject when they realized it was not furthering their political goals.

(Though no final consensus has emerged on the ancestral link between Palestinians and Jews, Harry Ostrer, director of the Human Genetics Program at New York University Langone Medical Center, who has been studying the genetic organization of Jews, said, “The assumption of lineal descent seems reasonable.”)

Books challenging biblical and conventional history continually pop up, but what distinguishes the dispute over origins from debates about, say, the reality of the exodus from Egypt or the historical Jesus, is that it is so enmeshed in geopolitics. The Israeli Declaration of Independence states: “After being forcibly exiled from their Land, the People kept faith with it throughout their Dispersion and never ceased to pray and hope for their return to it.” The idea of unjust exile and rightful return undergirds both the Jews’ and the Palestinians’ conviction that each is entitled to the land.

Since Professor Sand’s mission is to discredit Jews’ historical claims to the territory, he is keen to show that their ancestry lines do not lead back to ancient Palestine. He resurrects a theory first raised by 19th-century historians, that the Jews of Central and Eastern Europe, to whom 90 percent of American Jews trace their roots, are descended from the Khazars, a Turkic people who apparently converted to Judaism and created an empire in the Caucasus in the eighth century. This idea has long intrigued writers and historians. In 1976, Arthur Koestler wrote “The Thirteenth Tribe” in the hopes it would combat anti-Semitism; if contemporary Jews were descended from the Khazars, he argued, they could not be held responsible for Jesus’ Crucifixion.

By now, experts who specialize in the subject have repeatedly rejected the theory, concluding that the shards of evidence are inconclusive or misleading, said Michael Terry, the chief librarian of the Jewish division of the New York Public Library. Dr. Ostrer said the genetics also did not support the Khazar theory.

That does not negate that conversion played a critical role in Jewish history — a proposition that many find surprising given that today’s Jews tend to discourage conversion and make it a difficult process. Lawrence H. Schiffman, chairman of the Skirball department of Hebrew and Judaic Studies at New York University, said most historians agree that over a period of centuries, Middle Eastern Jews — merchants, slaves and captives, religious and economic refugees — spread around the world. Many intermarried with people from local populations, who then converted.

There is also evidence that in antiquity and the first millennium Judaism was a proselytizing religion that even used force on occasion. From the genetic research so far, Dr. Ostrer said, “It’s pretty clear that most Jewish groups have Semitic ancestry, that they originated in the Middle East, and that they’re more closely related to each other than to non-Jewish groups.” But he added that it was also clear that many Jews are of mixed descent.

“The ancient admixed ancestry explains the blond hair and blue eyes of Ashkenazi Jews whose grandparents and great-grandparents all lived in shtetls two and three generations ago,” Dr. Ostrer said. They brought the genes for coloration with them to Eastern Europe. These genes were probably not contributed by their Cossack neighbors.”

What accounts for the grasp that some misconceptions maintain on popular consciousness, or the inability of historical truths to gain acceptance? Sometimes myths persist despite clear contradictory evidence because people feel the story embodies a deeper truth than the facts. Marie Antoinette never said “Let them eat cake,” but the fictional statement captured the sense of a regime that showed disdain for the public’s welfare.

A mingling of myth, memory, truth and aspiration similarly envelopes Jewish history, which is, to begin with, based on scarce and confusing archaeological and archival records.

Experts dismiss the popular notion that the Jews were expelled from Palestine in one fell swoop in A.D. 70. Yet while the destruction of Jerusalem and Second Temple by the Romans did not create the Diaspora, it caused a momentous change in the Jews’ sense of themselves and their position in the world. For later generations it encapsulates the essential truth about the Jews being an exiled and persecuted people for much of their history.

Professor Sand accuses Zionist historians from the 19th century onward — the very same scholars on whose work he bases his case — of hiding the truth and creating a myth of shared roots to strengthen their nationalist agenda. He explains that he has uncovered no new information, but has “organized the knowledge differently.” In other words, he is doing precisely what he accuses the Zionists of — shaping the material to fit a narrative.

In that sense, Professor Sand is operating within a long established tradition. As “The Illustrated History of the Jewish People,” edited by Nicholas Lange (Harcourt, 1997), notes, “Every generation of Jewish historians has faced the same task: to retell and adapt the story to meet the needs of its own situation.” The same could be said of all nations and religions.

Perhaps that is why — on both sides of the argument — some myths stubbornly persist no matter how often they are debunked while other indubitable facts continually fail to gain traction.

Patricia Cohen, New York Times, 24.11.2009.

http://www.nytimes.com/2009/11/24/books/24jews.html?_r=3&pagewanted=print

Wednesday, November 25, 2009

French visions for a New Europe


Raymond Abellio and Jean Parvulesco are two prominent French esotericists who have visualised and tried to implement a roadmap for what Europe – and the Western world as a whole – should become. It is a future where the real role of the Priory of Sion comes into its own.

An article by Stephan Chalandon and Philip Coppens

Raymond Abellio claimed that the Flemish occultist S.U. Zanne (pseudonym of Auguste Van de Kerckhove) was amongst the greatest initiates of our time. But hardly anyone knows who he is. Some have placed Abellio in the same category – though he too is a great unknown for most. And those that have looked at Abellio, have largely concluded that he was a fascist politician, who was also interested in esoteric beliefs.
Is he? Part of the problem is that his writings – like that of so many alchemists – need a key. So much of their material is largely coded text, and Abellio himself used to laugh that most people’s keys “only opened their own doors” – not his. So who was he really, and what were his real political aims?

Raymond Abellio was the pseudonym of Georges Soulès (1907-1986), who rose to fame during the Second World War, when he became the leader of the MSR (Mouvement Social Révolutionnaire) in 1942, after the peculiar assassination of its leader, Eugène Deloncle. The invitation to join the organisation had come from none other than Eugène Schueller, owner of the cosmetics giant L’Oréal. As Guy Patton, author of “Masters of Deception”, has pointed out: “This group had evolved out of the sinister Comité Secret d’Action Revolutionaire (CSAR), also known as the Cagoule. Soules was now to become acquainted with Eugène Deloncle, head of the political wing, dedicated to secret, direct, and violent action.” Later, Patton adds: “So here we have a Socialist turned Fascist, deeply involved in political movements, who actively collaborated with the Vichy government. In the course of his political activities, he was to work closely with Eugène Deloncle, who […] was closely acquainted with a fellow engineer, François Plantard, and whose niece married [French President Francois] Mitterrand’s brother, Robert.”
Though never confirmed, it is claimed that Abellio was involved with Bélisane publishing, founded in 1973. Bélisane published several books on Rennes-le-Château, the village so intimately connected with the Priory of Sion. In his book, Arktos, Joscelyn Godwin refers to Raymond Abellio as another ‘Bélisane’ pseudonym. For Guy Patton, Abellio is part of a network that tried to create a New Europe, ruled by a priest-king, whereby various modern myths, like the Priory of Sion, are meant to provide the modern Westerner with a longing of sacred traditions and rule, very much like the myths of King Arthur that gave a surreal dimension to European politics in medieval times.

Abellio’s views of politics have therefore been described as very utopian, and he has been suspected of synarchist leanings – the belief that the real leaders of the world were hidden from view, politicians being largely their puppets. But in truth, Abellio had a well-defined vision for social change. When the battle lines of the Cold War were drawn after the Second World War, he tried to find the best of both camps, and hoped he could reunite them. Why? To create a type of Eurasian Empire, stretching from the Atlantic to Japan, an idea that was taken up by the novelist, theoreticist and his friend Jean Parvulesco. “Parvu” has been identified as the man largely responsible for acquainting at least some with the visions of Abellio – though whether it was the real Abellio or a character created by Parvulesco, remains for some open to debate.
Guy Patton thus sums up Abellio’s view as being “typical of an extreme right-wing esotericism, the aim of which is to ‘renew the tradition of the West’. He wanted to replace the famous Republican slogan, ‘Liberty, Equality, Fraternity’, with ‘Prayer, War, Work’, to represent a new society built on an absolute hierarchy led by a king-priest.”
The implication, however, is that several of the people involved, were not truly devoted to such spiritualism and merely used it as a mask for making money, acquiring more power, and pushing an extreme right wing agenda. Though that is the case for many of those involved, within the mix of powerful and/or money-hungry people, most are agreed that Abellio was truly a “spiritual” man. And it was professor Pierre de Combas who is credited with Abellio’s transformation from politician Georges Soulès into the visionary Abellio (the Pyrenean Apollo), making him not merely a “man of power”, but also a “man of knowledge” – an initiate?

To understand his vision, we need to acknowledge that Abellio’s system, as mentioned, needs a key, and without a key, there is no understanding – hence, no doubt, why he is often misunderstood. Secondly, his system is complex and difficult to summarise in a few words and is perhaps best described by listing some examples.
He wanted to “de-occultise” the occult (e.g. his book “The End of Esotericism”, 1973), whereby he hoped this would help science. His knowledge of science – acquired as a polytechnic student – meant that he could build bridges between the two subjects, for example between the 64 hexagrams of the Yi-King and 64 codons of DNA, or the correspondences between the numbers of the Hebrew alphabet and the polygons that could be inscribed in a circle.
The most famous of his works is “The absolute structure” (1965), which made him be regarded as an heir to phenomenological philosopher Husserl. Such topics, of course, hardly make for bestsellers, but are the type of study one would expect from a genuine alchemist.
His drive for an “absolute structure” is a vital ingredient for his visions of the “Assumption of Europe”, i.e. what he sees as the destiny of Europe: “the Occident appears to us not to be only as an interval separating the opposing masses of the East and the West, but is the most advanced carrier of the dialectical of the present time.” In short, he did not believe in the subject-object duality that continues to drive most politicians into fear-mongering and the other usual tactics employed by their ilk, but instead preferred a more complex model, centred on Conscience (the zero point), which evolved along the base towards Quantity (science) and upwards to Quality (knowledge), which gave him a six-armed cross, or the “hypercubic” cross, to use Salvador Dali’s words – a man who equally spoke of the “Assumption of Europe” in some of his paintings. In short, the “hypercubic cross” allowed Abellio to express all ontological and spiritual problems in dynamic terms – and it is clear that he used complex wording, making his thinking difficult to understand, which is no doubt why he is easily misunderstood, was thought to be writing mumbo-jumbo, or simply neglected.

First of all, to get our heads around his terminology, we need to know that the Bible was one of Abellio’s most often consulted books and he described the stages of the evolution of a civilisation in Christian terminology: birth, baptism, communion, etc. Hence why he said that the next stage in Europe’s development mimicked assumption, which is specifically linked with the Virgin Mary – the Saint who was deemed to play a pivotal part in Europe’s future. She is, of course, also a supernatural being, which was said to have appeared on numerous occasions, to advice Christian Europe what to do and what not, such as in the politically charged “secrets” of Fatima in 1917.
In 1947, in his book “Towards a new form of prophecy, an essay on the political notion of the sacred and the situation of Lucifer in the modern world”, he notes: “not more than any other being, man is but an addition, a juxtaposition of Spirit and Matter, but an accumulator and an energy transformator, of variable power according to the individual, and capable of passing his energetic quantity of one qualitative level to another, higher, or lower.” Thus, we see a mixture of Christian eschatology, prophecy, as well as quite Gnostic doctrines on what it is to be truly human.

Abellio was therefore a modern visionary, but he was also an astrologer. He predicted the fall of the Soviet Union for 1989, as well as the ascent of China. He qualified its Marxism as “Luciferian”, which he did not suggest should be interpreted in a moral sense, but that the Chinese materialism had to be integrated in terms of the Absolute Structure, in opposition to the individual and “Satanic” materialism of the United States.
In the West, it was the task of terrorists – freedom fighters – to bring about this change. These “heroic” terrorists’ battles were brought to life in his novels. In retrospect, he said that his first three novels were indeed “apprenticeships”, where his heroes evolved, whereas his final novel – published 24 years after “The pit of Babel” (1962) – “Motionless Faces” (1986) was for him “that of the companion who is trying to become master”.
However, many consider “The pit of Babel” to be his best work and it is here that he plots intellectuals that are disengaged from all forms of ideology and scruples engaging in wide-spread terrorism. It is a theme he revisited in “Motionless Faces”, where the primary character attempts to poison the population of New York, not through any straightforward means, but by using the creation of an illuminated architect who had built a type of “counter-structure” underneath Manhattan, which was reserved for an elite – a type of urban Aggartha.
The heroine of his last novel is named Helen, also – not coincidentally – the name of the companion of Simon Magus. In the end, she perishes, taken to the centre of the earth by a subterranean stream, underneath Manhattan. In the case of Simon Magus, Helen was the personification of Light, held prisoner by matter. Abellio specifically chose his name because he identified himself with Apollo, another deity connected with light and the initials of Raymond Abellio – RA – were of course those of the Egyptian sun god.
Abellio himself never met his “ultimate woman”, even though he searched for her. She may have been Sunsiaré de Larcone, herself a writer of fantasies as well as a model, who died at the age of 27 in a car crash in 1962. She had labelled herself his disciple. Other – equally beautiful – women had gone before, and would go after, but no-one was apparently worthy of being “his” woman. Hence, his tomb contains an empty space for his “Lady”.

It is in “Motionless Faces” that Parvulesco studied in detail in his essay, “The Red Sun of Raymond Abellio”, published in 1987. Parvu was a novelist who is both close and far removed from Abellio. Close, because they shared a similar vision of the “Great Eurasian Empire of the End”. He too had his initiators, and he saw himself heir to the “Traditional School”, which had previously had authors such as René Guenon and Julius Evola, whom he met in the 1960s. He was preoccupied with the “non-being”, the forces of chaos, which make him into something of a dualist, i.e. a Gnostic. With Evola, he shared the idea that there was a need for a final battle against the counter-initiatory and subversive forces (the non-being), as well as having a certain desire for Tantrism.
Parvulesco often uses the term “Polar”, which he used to refer to the “polar fraternities” – of which Guénon had once been a member – and which he saw as important instruments in the creation of modern Europe. He also used the term to refer to the Hyperborean origins of the present cycle of humanity, which he argued would soon end with a polar reversal. Here, he is close to Guénon, but far from Abellio’s thinking, who had an altogether more optimistic vision of the future. So despite their kinship and a common goal, how that New Europe would be accomplished, was not identical – or compatible.

Parvulesco has often been cited by the European extreme right-wing. It has meant that several authors have seen him as one of them, but it is clear that no single writer is in charge of who and where his name is used.
In the early 1960s, “Parvu” was close to the OAS, the “Organisation Armée Secrète”, a terrorist group that was opposed to allowing Algeria to become independent. This meant that he was opposed to De Gaulle, yet he is largely known to have claimed everywhere he could that he was a strong supporter of De Gaulle. Incidents such as these have therefore made him another person that is difficult to place on the political landscape, and it would be best simply to not try and put him into one category. Indeed, what sets him and Abellio apart, is largely that they had an independent vision of the future – and the role of politics. They realised that the world was radically changing, and though their models might in the end prove not to work or be unrealisable, it does not negate the fact that they were innovative thinkers.

It is Parvulesco who brings further detail as to what this New Europe would be and why, specifically, a priest-king is needed as its ruler. In ancient times, these rulers were primarily seen as a denizen of both worlds, a mediator between this reality and the divine realm and Parvulesco makes it clear that “the beyond” is guiding us towards Europe’s destiny, whereby the role of European leaders is first and foremost to correctly interpret the signs, rather than invent new goals and targets.
Parvu has a few constant themes running through his writings, one of them being that of gateways to other dimensions. Whenever historical people (most often politicians) make appearances in his novels, they are not the politicians we know, but their doubles, who evolve in our and another dimension. The novels of Parvulesco are hence often seen as those of the “eternal present”, or the “ninth day”.
In “Rendez-vous au manoir du Lac”, the setting is a strange site where there is a gateway to heaven – Venus in particular – from where, according to Parvulesco, some chosen ones have to transit. In “En attendant la junction de Vénus”, he repeats this claim, but links it with Mitterrand and specifically the Axe Majeur of Cergy-Pontoise, near Paris. This axis is the creation of artist Dani Karavan and is the “soul” of this new town. It stretches for three kilometres and, if ever archaeologists were to stumble upon its remains in future centuries, it would be classified as a leyline. Though the project commenced before Mitterrand’s presidency, it was during his term in office that the line became properly defined and executed. Today, it is seen – in France – as an enigmatic work, far superior to the Louvre Pyramid or Arche de la Défense, which has set the likes of Dan Brown and Robert Bauval questioning the reasons behind these projects. The Axe, however, is a far more ambitious, greater and more enigmatic project. When we note that Abellio was closely associated with the Mitterrand family, we can merely ponder whether he had a hand in the project.
With the Axe Majeure, it is clear that we are in a strange world where politics and esoterica mingle, partly in this dimension and partly in a divine realm. Well, Abellio hoped that from this mixture, a new form of politics, and a New Europe, would arise. And it is here where we need to see the role of the Priory of Sion, not so much – as Dan Brown and others would like it – as the preservers of a sacred, old bloodline, but a new priesthood – a mixture of politician and esotericist, i.e. like Abellio himself – that can rule a New Europe.

So even though Abellio and Parvulesco have been described as synarchists, they repeatedly referred to themselves as terrorists – freedom fighters, laying the foundation for this New World. The new powerbrokers would not always remain hidden puppet masters, but would clearly one day step to the forefront, to take up the role of priest-king. And for such thinkers, it was a given that France had come closest to attaining this ideal under De Gaulle, whereby the “Great Work” of Mitterrand was seen along the same lines, though clearly not to the same extent, or drive.
Abellio and Parvulesco were therefore new agers, building “An Age of Aquarius”: however, they did not focus on personal transformation, but on social transformation. As an author, one might argue that Parvulesco operates within the domain of the “esoteric thriller”, which in Hollywood is visualised like Roman Polanski’s “The Ninth Gate” or Umberto Eco’s “Foucault’s Pendulum”. But both works have great difficulty in convincingly integrating the “passage to another world” within their storyline, often leaving the reader/viewer unsatisfied, or – alternatively – unconvinced of the end goal. Lovecraft has a better reputation and others argue that Parvulesco, thanks to the influence of both Abellio and Dominique de Roux, has gone further, and done better. But the main point is that his esoteric thrillers were to make this step through this “interdimensional passage” not as an individual, but as a society – as Europe.

De Roux (1935-1977) was a great inspiration for novelists that evoked what is known as “novels of the End” – however they visualised that transformation of Europe. Parvulesco actually began his literary career in the magazine “Exil”, published by de Roux. De Roux travelled widely, and in 1974 wrote “The Fifth Empire”, about the struggle for independence in Portugal’s colonies, which brings up the same struggle for a new future of a country. The title “The Fifth Empire” is an allusion to a popular Portuguese myth, namely that of the lost king. Like King Arthur, the Portuguese king Dom Sebastian was said to one day return, to lead his people to a fabulous destiny – which, as can be expected in light of Abellio and Parvulesco’s ideology, was not necessarily of this plane. To quote the Portuguese poet Fernando Pessoa (a friend of Aleister Crowley): “We have already conquered the sea, there only remains for us to conquer the sky and leave the earth for others.”
What Algeria and De Gaulle had been for Abellio, what Portugal was for De Roux, Putin’s Russia was for Parvulesco. But it is in Abellio’s preface to “The Fifth Empire” that we find an interesting note that explains the true context and “key” that will unlock their works: “those who attach a profound meaning to coincidences cannot be but stricken by the fact that the last message of Fatima was delivered in October 1917, at the moment when the Bolshevik Revolution begun. What subtle link of the invisible history was thus established between the two extremities of Europe?”
For esotericists who saw our dimension as being infiltrated by the other plane of existence, the coincidences of the apparitions of the Virgin Mary at Fatima and her clearly political messages, to do with the future of Russia and how it should embrace the Virgin Mary, are part and parcel of how this Great Europe was not merely a political ambition, but part of their vision as to how “real politicians” worked together in league with the “denizens of the otherworld”, so as to accomplish the Assumption. Hence why Parvulesco held Putin’s Russia to be so important. Hence why, no doubt, Abellio tried to make contact with the Soviets to enable this New Europe, which indeed has come about largely under Putin’s presidency.

As mentioned, for Guy Patton, Abellio and Parvulesco were largely Fascists, who abused newly created myths like that of the Priory of Sion, to exert their influence, make money and group power. But that, of course, is merely one interpretation. Take the literature of the Priory and its creator Pierre Plantard and we find that he was close to De Gaulle’s regime. Plantard was in fact responsible for running part of De Gaulle’s “terrorist cells” in Paris when De Gaulle was trying to get to power. Then, Plantard used the Priory to create an ideology that saw a unified Europe, from the East to the West, and it is clear that those involved in the promotion of the Priory later spoke of the importance of Francois Mitterrand.
The Priory is indeed a fabricated myth, a non-existent secret society. But it is equally clear that those involved (Plantard) and those that could be linked with it (Abellio, and to some extent Parvulesco), had genuine convictions of what a future Europe should be. It is equally clear that their interest in Marian apparitions was genuine, and that they saw them as divine guides along the path that Europe had to walk to its future and its next stage, its assumption. And as Parvulesco pointed out: it depends whether you believe in coincidences or not. If not, then you will argue that the major political events of the past century are but tangentially related to the messages received from these apparitions and which are subsequently shuttled to the Vatican (to some extent, together with the British queen, the only priest-king ruling in Europe at the moment). If you do believe that coincidences have meaning, then it is clear that this New Europe is slowly emerging.

In the 1980s, Parvulesco reviewed a strange novel, “La boucane contre l’Ordre Noir, ou le renversement”, by one “Father Martin”, who had already published “livre des Compagnons secrets. L’enseignement secret du Général de Gaulle”. For an avowed Gaullist, Parvu was obviously in his element. The novel itself has certain common points with one volume of the tetralogy of Robert Chotard, “Le grand test secret de Jules Verne”. Both books speak of a “reserved region” in Canada, from where there is a conspiracy directed to change the world’s climate. The base is controlled by the sinister “Black Order” and aims to create a pole reversal – a theme also explored by Jules Verne. We can only wonder whether the stories of HAARP – set in nearby Alaska – might be inspired, or reflective, of this. But it is here that we see the final framework of their political ambition: they saw their quest not so much as a desire, a longing, but as a genuine struggle of good versus evil: if a New Europe did not come, the “Black Order” would have won. And in the end, perhaps Abellio and Parvulesco should thus be seen as modern knights, fighting for Europe – a new Europe.

This article appeared in New Dawn, Volume 10, Number 11 (November - December 2008).

http://www.philipcoppens.com/abu_parv.html

Eigentlicher Abriß des Creutz=Zeichens




p. l. 1742, 308 x 175 mm.

Träger: I 13354-431: Kurtz=gefasster Historischer Nachrichten Zum Behuf der Neuern Europäischen Begebenheiten, Auf das Jahr 1742. Regensburg: Seiffart 1742.

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Monday, November 23, 2009

Zwolle



Hanse, f., societas mercatorum. goth. hansa, ahd. hansa (GRAFF 4, 978) gilt von einer streitbaren schaar, ags. hôs von einer schaar, einer geschlossenen vereinigung schlechthin; als kaufmännische vereinigung mit bestimmten richterlichen befugnissen erscheint

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. 16 Bde. [in 32 Teilbänden]. Leipzig: S. Hirzel 1854-1960.

Tuesday, November 17, 2009

Le philosophe, concierge des catacombes philosophiques

La définition du philosophe, comme « ami de la sagesse » est convenue. Il en est d’autres qui sont parfois plus polémiques. Telle est celle que donne Jean Baptiste Maugras (1762 - 1830), en 1827, à l’occasion de son cours d’ouverture, dans la chaire d’Histoire de la Philosophie ancienne, qu’il prononce en 1827, à la Faculté des lettres de Paris...

http://pages.textesrares.com/index.php/Philo19/Le-philosophe-concierge-des-catacombes-philosophiques.html

Friday, November 6, 2009

Die Bestie der Gegenwart



Kinematographischer Heldentod

Das Weltgericht macht uns nicht bang,
doch wird uns gerne weltgeschichtlich.
Kein Epos, ein Kino die Zeit besang:
"Sämtliche Heldentaten ersichtlich!"

Karl Kraus, Die Fackel, Nr. 472/473, November 1917.

Friday, October 30, 2009

Nationalistisch

I.

Man kann das Wort nicht in Verruf tun, wenn die Sache ihr Recht hat.
Deutsche hofften nach unserem Zusammenbruche, sich in dem Leben, das man uns immerhin liess, ohne Nationalismus einrichten zu können. Aber in einem Schicksale richtet man sich nicht ein. In einem Schicksale unterliegt man, oder obsiegt man.
Wir wollten dies nicht wahrhaben. Deutsche gedachten ein Geschäft mit dem Schicksale zu machen. Sie wollten sich die Gegenwart erkaugen, indem sie eine Schuld einräumten, die wir nich thatten. Und was an Zukunft bevorstand, das suchten sie durch eine Erfüllungspolitik hinauszuschieben, die wir zunächst einmal auf uns nahmen und an die wir doch nicht recht glaubte. Man konnte nicht oberflächlicher sein, wenn man auf diese Weise den Folgen eines verlorenen Krieges zu entgegen suchte. Und wir konnten nicht undeutscher sein, weil wir wider allen angeborenen Ernst der Nation handelten.
Der elfte Januar musste kommen, um uns zur Besinnung zu bringen. Von den Ereignissen, die dieser Tag heraufführte, hatte man uns immer versichert, dass es niemals zu ihnen kommen werde. An diesem Tage zerriss die geflissentliche Täuschung. und eine Änderung ging in der Nation vor sich, deren Menschen zum ersten Male das Schicksal eines besiegte, eines darniedergeschlagenen, eines in Ketten gelegten Volkes begriffen.
Von diesem elften Januar an gibt es ein Recht auf Nationalismus in Deutschland. Jetzt kann man uns nicht mehr mit der Ausflucht kommen, es gebe auch andere und internationale Wege, um an das eine und einzige Ziel einer wiedererrungenen deutschen Selbständigkeit zu gelangen, über das sich alle Parteien, wie sie versichern, einig sind.

Nationalist ist, wer sich nicht in das Schicksal der Nation ergibt, sondern ihm widerspricht.

Nationalismus ist heute in Deutschland: Widerstand.

II.

Wenn der Nationalismus die Nation will, dann müsste es, sollte man meinen, das Natürliche sein, dass auch die Nation den Nationalismus will.
Aber in Deutschland ist, so scheint es, das Natürliche nicht das Politische, sondern das Unpolitische. Franzosen, Italiener, Engländer sind von einer anderen politischen Rasse. Es sijnd ältere Völker, die den Sinn ihrer Geschichte verstanden haben. Ihre Erfahrungen auf dieser Erde sitzen ihnen im Blute. Ihre Menschen werden mit ihnen geboren. Und Generation gibt sie an Generation als politischen Instinkt und als diplomatische Disziplin weiter.
Nur in Deutschland ist möglich, dass es Frankophile in einem Augenblicke gibt, in dem Frankreich die Nation weissbluten lässt. Es hat bei uns immer eine Franzosenpartei gegeben. Sie hat in Überläufergewalt schon mit den Römern paktiert. Sie hat später in Fürstengestalt mit dem Hofe von Versailles paktiert. Sie möchte heute mit der französischen Wirtschaft paktieren. Sie ist seit dem elften Januar einigermassen kleinlaut geworden. Sie gibt sich sogar den patriotischen Anschein, als missbillige sie die französischen Methoden. Aber sie treibt ihre Minierung weiter und wartet nur auf die Stunde, in der sie ihr Werk in der Öffentlichkeit fortsetzen kann.

Die Frankophilen wissen, was sie politisch wollen. Das Proletariat weiss dies nicht. Es nimmt bereits seinen Drang zur Wirklichkeit. In den westlichen Ländern war der Sozialismus immer nur ein Sprungbrett für den Politiker. Wenn er aus der Opposition, in der er seine Grünlingsjahre zubrachte, in den Staat mit dessen Ämtern übertrat, dann vollzog er diesen Stellungswechsel ohne Wimperzucken als ein Nationalist. Der deutsche Arbeiter hat die sozialistische Botschaft mit dem so schweren, so gründlichen, so versessenen Ernste aufgenommen, mit dem Deutsche sich einer Idee hinzugeben pflegen. Auch das Erlebnis des Völkerkampfes hat seinen Glauben an den Klassenkampf nicht zu erschüttern vermocht. Er hofft nach wie vor auf eine der drei Internationalen. Der Nationalist muss sich mit der Tatsache nicht abfinden, nein, sondern auseinandersetzen, dass es Millionen von Deutschen gibt, die von der Idee der Nation marxistisch wegerzogen worden sind. Er erfährt in jeder innenpolitischen und in jeder aussenpolitischen Beziehung, wie diese Idee der Nation über die ganze Erde hin, aber nirgendwo mit einem solche Erfolge wie im sozialistischen Deutschland, ständig von der Idee der vereinigten Proletariate aller Länder gekreuzt wird. Diese Idee eines grossen proletarischen Klassenkampfes trennt den deutschen Arbeiter von seiner heute so gefährdeten und umdrohten Nation. Der deutsche Nationalist müsste nicht Nationalist sein, wenn er den Gedanken der deutschen Nation nicht auf as ganze Volk bezöge, nicht auf alle Shcichten des Volkes, in denen es sich gliedert, und hier nicht auf diejenige Klasse, aus der es als Industreivolk nachwächst und aufsteigt. Er weiss, dass es keinen Befreiungskamof für eine Nation geben kann, wenn sie Bürgerkrieg im Rücken hat. Er stellt auch den Klassenkampf in seine politische Rechnung ein, aber er versteht ihn nicht so sehr sozial, als national, als einen Kampf der unterdrückten Völker, der östlichen gegen die westlichen, der jungen gegen die alten. Er merkt wohl auf, wenn der deutsche Kommunist von einem Vaterlande spricht, das er sich erst erobern müsse. Er fühlt, dass dies die Keimzelle des Nationalismus auch im deutschen Proletariate ist. Aber er gibt sich eine politische Rechenschaft über das Unzureichende der proletarischen Politik. Ist es nicht auch nur eine deutscheste Selbsttäuschung, wenn der deutsche Arbeiter von seinem Willen zur nRettung der Nation aus der weltkapitalistischen Klaue spricht und diese Rettung auf die eigene proletarische Faust nehmen will? Noch ist nicht ausgemacht, dass das Zeitalter des Weltkapitalismus ein Ende fnden wird, wie der Marxist es sich vorstellt. Und eher ist möglich, dass ein stürzender Weltkapitalismus den deutschen Sozialismus mitbegraben wird!
Die Demokratie, die durch die Revolution zur Macht im Staate aufrückte, fürchtet das Proletariat ebenso sehr, wie sie den Nationalismus scheut. Sie spielt das eine gegen den anderen aus. Sie spricht von dem Feinde, der rechts, und von dem Feinde, der links steht. Und in einer Zeit, in welcher der einzige Feind, den wir haben sollten, vom Rheine an die Ruhr vorrückte, bereitet sie den deutschen des entschlossensten Widerstandes ihre parteipolitischen Hemmungen. Auch dies ist nur zu deutsch. Die Demokratie hat ein schlechtes Gewissen vor der Nation. Sie hat sich auf die Weltdemokratie berufen und muss nun erleben, das sie von eben dieser Weltdemokratie um der Nation willen misshandelt wird. Sie ist nicht so empfindungslos, dass sie die Schläge icht spürte, die das Deutschtum treffen, indem sie die Demokratie treffen. Ihr ist jetzt die Vertretung der Nation überkommen, und es gibt Demokraten, die, ohne Nationalisten zu sein, Nationalismus für sich in Anspruch nehmen. Sie versichern zum mindesten, dass auch sie "gute Deutsche" sind, was freilich ein wenig sagender Mittelbegriff ist, der nicht verpflichtet. Sie geraten damit in für sie fremde Bereiche, in denen sie sich nur schwer zurechtfinden. Es fehlt ihnen das Überwältigende des Erlebnisses, von dem der Nationalist ausgeht. Die Vaterlandsliebe ist hier keine Leidenschaft für Deutschland, aus der die Vorausschau eines Schicksales folgt. Sie ist im besten Falle ein Wohlmeinen mit seiner betrogenen duldenden stummen Bevölkerung, und im schlechteren Falle eine Befürchtung für deren parteipolitische Zuverlässigkeit. Nur so ist die Stellung der Demokratie zum Sozialismus zu erklären. Es ist darin Eifersucht. Und es folgt daraus Misstrauen. Die Demokraten verstehen die Geistesverfassung des Nationalismus nicht. Sie verstehen die Beweggründe der Nationalisten nicht. Sie unterstellen Ihnen innenpolitische Hintergedanken und Endabsichten. Der Nationalismus sieht nur einen Weg: es ist der, welcher uns dahin bringt, dass wir die Politik aller Parteipolitik entrücken. Und Nationalisten haben nur das eine Ziel: das Schicksal der Nation an die Problemfront der Aussenpolitik zu bringen. Aber Probleme verlangen Entscheidungen. Und die Demokratie entzieht sich Entscheidungen.

Sie wird ihnen nicht immer ausweichen können. Wir sind, so scheint es, ein Volk, das sich alle Jahrhunderte in die Notwendigkeit bringt, einen Freiheitskampf führen zu müssen. Die Deutschen, so scheint es, wollen immer wieder von Vorne anfangen! Einst stand das Bürgertum an seinem Anfange. Heute steht, vielleicht, das Proletariat an dem seinen. Wann wird die Nation an ihrem stehen?

III.

Die Geschichte unpolitischer Völker ist diejenige ihrer Selbsttäuschungen. Die Geschichte politischer Völker ist diejenige ihrer Bewusstwerdung.

Wir sind jetzt in Deutschland noch ein Mal vor die Wahl gestellt, zu welchen Völkern wir gehören wollen. Es ist möglich, dass alle Leiden dieser Zeit nur Umwege sind, um aus uns endlich ein Volk zu machen, das sich seiner Nationalität politisch bewusst wurde. Dies ist die Zuversicht des Nationalismus. Es ist nicht minder möglich, dass dieselben Leiden nur Zuckungen sind, in denen sich unser Untergang bereits vollzieht, über den wir uns mit Menschheitsforderungen hinwegtäuschen, denen wir, wie dies deutsch ist, vor unserem Ende noch nachzukommen suchen. Dies ist die Gefahr der Demokratie. Sie hat, wie dies demokratisch ist, nur innenpolitische Sorgen. Von jenen Leiden ist nicht abzusehen, wie sie ohne das Zutun je enden könnten, das der Nationalismus fordert. Und um unserer Bewusstwerdung willen müssen wir uns mit unseren Selbsttäuschungen beschäftigen.

Die Welt der Politik ist nicht diejenige der Wünsche, sondern der Wirklichkeiten. Es hilft uns nicht, dass wir, wie dies unsere Art ist, Vorstellungen von einer gerechteren und vernünftigeren Welt nachhängen, als derjenigen, in der wir leben, und die uns politisch umgibt. Das Recht eines Volkes ist das Unrecht eines anderen. Und seine Vernunft ist dienige des Eigennutzes. Änder die Welt - aber ändert vorher den Deutschen! Macht einen Menschen aus ihm, der endlich die Schwachheit von sich abtut, die Dinge immer nur auf seine Wünsche hin anzusehen! Macht einen Deutschen aus ihm, der sich mit der Leidenschaft zur Wirklichkeit durchdringt und der sich nicht mit der Verherrlichung eines Unwirklichen lächerlich macht, das niemals ist und niemals sein kann! Ihr werdet mit diesem Menschen und Deutschen auf der Erde gar Manches erreichen: auch Manches, was gerecht ist, auch Manches, was vernünftig ist - aber immer nur über einen Nationalismus, und durch ihn, der die Politik der Naton zu sichern vermag.

Moeller van den Bruck, in: Das Gewissen, 5. Jahrgang, Nummer 25, 25. Juni 1923.

Thursday, October 29, 2009

Deutsche Sprache

Mir sind salbaderische Gemeinplätze in der Natur zuwider.

Goethe


"Ich meine die Transformation des Bewusstseins in eijne kollektive Erscheinung, in eijn soziologisches, nicht mehr individuelles Phänomen. Das Mirakel dieser Wochen bestand darin, dass die scheinbar undurchdringliche dichte Schicht, die die vitale und intellektuelle Sphäre des einzelnen voneinander scheidet, gleichsam porös ward, dass die isolierten Centren unseres individuell zersplitterten Lebens zusammenschossen, zusammenwuchsen zu einem Gebilde von undendlich höherer als einzelmenschlicher Individualität." Dieses las ich in einem deutschen Aufsatz vom Anfang des Krieges zur "Analyse der deutschen Psyche", und ich begriff später den Zusammenbruch der Heimat. Aber bevor es noch dazu kam, gab mir ein Aufsatz vom "Lohn des Krieges" eine Antwort auf manche bange Frage und gab sie so: "Wir erwarten nach den Peripetien des Krieges die Katharsis." Was und wo ist nun diese Synthese und Katharsis, und wie also sieht der Lohn des Krieges aus? "Wirtschaft ist Schicksal" steht an der Sklavenstirn einer rechtlosen und entwaffneten Zeit. "Oekonomie ist Ananke" wäre passender.

Der Mund ist der Notausgang des Herzens, und die Sprache ist ein Zufluchtsort des Geistes und darüber hinaus sein lebendig tönendes Sinnbild. Sprachliche Zustände sind Zeichen des Geistes ihrer Zeit, ujnd die Seele eines Volkes schwingt heimlich in seiner Sprache bis zu jenem toten Punkt, jenseits dessen die Worte zu Wörtern werden und die Sprache entseelt zu klappern beginnt, ein toter Stoff, ein leerlaufendes Getriebe, eine künstlich atmende Wachspuppe in den Schaukästen der Bücher und Zeitungen.

Ich hüte mich, die Sprache aus diesen fein veröstelten Beziehungen zu jener geheimen Lebenskraft zu lösen und sie allein für sich zu werten. Dann ist sie nur als brauchbares Mittel zum Zweck von Mitteilungen des Nützlich-Notwendigen und als Gegenstand einer grammatischen Wissenschaft giltig.
Staatsbehördliche, amtlich überwachte Vorschriften für den Wortgebrauch in der Sprache und alle ähnlichen, darauf gerichteten Mühen bleiben günstigen Falls auf die Oberfläche beschränkt, auf die Sprache , und entsprechen dem Zwang des Stärkeren, der vielleicht die Anbetung eines Steines zu ertrotzen, nie aber den Glauben an diesen Stein als an einen Gott zu erzeugen vermag. Schöpferisch ist nur der Geist, niemals die Vorschrift.

Aus dem lebendigen Geist dringen die Worte hervor wie Blumen aus der lebendigen Erde. Ja, die Worte sind Kinder und Träger des Geistes zugleich.
Wenn Eduard von Hartmann sagt: "Alle Relationen, die das bewusste Denken sich diskursiv appliziert, sind nur Reproduktionen expliziter oder Explikationen impliziter Bewegungen", so enthüllt dies dasselbe, das der preussische Minister von Hammerstein enthüllte, als er im Abgeordnetenhause sagte: "Meine Herren, wenn ich "absolut" sage, so meine ich das natürlich relativ", verrät er dasselbe, das diese Worte verraten: "anbei retournieren wir Ihr geehrtes Gestriges", dasselbe, das ein Ladenschild mit seiner Inschrift "Glasbrillanten, garantiert echte Imitationen" verrär. Wo liegt der Unterschied zwischen den Worten Roethes "eine Erscheinung à la Karl der Grosse" und denen eines Schaubudenmannes: "Panorama international, à Person 20 Pfg."? Ist es verräterrischer, eine Strassenbahnkarte mit den Worten "eins à zehn" zu fordern oder mit B. Litzmann die literarischen Ergebnisse "der modernen Nervosität imd Hysterie" so zu nennen: "Krassester Materialismus, mystischer Spiritismus, demokratischer Anarchismus, aristokratischer Individualismus, pandemische Erotik, sinnabtötende Askese"?

Sie alle dachten: diskursiv, implizit, retournieren, pandemisch, demokratisch, à la und international und Imitation, garantiert echt. Ich weiss nicht, was das heisst, ich weiss nur, was es vielleicht zu bedeuten hat. Hier besteht für den Betrachter nicht mehr die irreführende Versuchung, die Sprache vom Geist, aus dem sie geboren war, zu lösen. Es ist schon geschehen. Die Wörter stehen da. Das Geklapper setzt ein... demokratisch, international, garantiert echt, eins à zehn... Der rote, atmende, heisse Mund wich dem Grammophon. Das Sinnbild verdorrte zur Formel. Das Wort wurde zum Stempel.

Das junge Geschlecht ist durch die Schlachten hindurchgeschritten und steht jetzt zwischen den Schlachten. Noch reden vielerorts Fünfzig- und Sechzigjährige und solche, die zu Hause gegen die Papierschnitzel der Brot- und Fettmarken einen erniedrigenden Kleinkrieg geführt haben und geschult und gezähmt, nicht aber geformt sind. Die Zeit muss kommen, in der das durch die Schlachten geformte, starke und gesunde Geschlecht des Krieges handelt, und sein schwer errungenes deutsches Lebens- und Gemeinschaftsgefühl schicksalsbestimmend wird. Vor dem "sprich deutsch" steht das "sei deutsch", und das Zeichen der Sprache des jujngen Geschlechts kann nichts anderes sein als das Feldzeichen eines starken, gewaltigen Geistes in den Kämpfen des Friedens.

Franz Schauwecker, in: Das Gewissen, 5. Jahrgang, Nummer 7, 19. Februar 1923.

Die Aussichten des Proletariats II

Die nationale Wendung im deutschen Proletariate geschieht nicht freiwillig. Sie geschieht unter dem Zwange der Gefahr für den Kommunismus, dass der Ententekapitalismus sich ganz Europa unterwerfen wird, dass er durch seinen Militarismus mit den Nationen auch die Proletariate derselben vergewaltigen wird, dass die Herrschaft des Westens sich über Deutschland hinweg am Ende bis nach Russland ausdehnen wird.
Aber wir wollen auch diesen aussenpolitischen Druck bei Seite lassen, obwohl schon hier die Unselbständigkeit auffällt, dass das deutsche Proletariatsich auf die entsprechende Situation von Russland her aufmerksam lassen musste und der deutsche Kommunismus seine nationale Wendung erst auf bolschewistische Anweisung hin vollzog. Entscheidend wird schliesslich sein, ob das deutsche Proletariat der aussenpolitischen Situation, in die es sich plötzlich versetzt sieht, nationalpolitisch gewachsen sein wird. Dies ist die Frage, auf die wir eine Antwort um so dringender haben müssen, als das deutsche Proletariat den Nachweise seiner geistigen Vorbereitung revolutionspolitisch schuldig geblieben ist.
Wir haben hier von Anbeginn gesagt, dass jedes Volk seinen eigenen Sozialismus hat. Ein jedes Volk hat auch seine eigene Revolution. Auf einem internationalen Jugendtage hat Sinowjeff unlängst geschichtsphilosophische Betrachtungen angestellt und die Frage nach den Voraussetzungen aufgeworfen, unter denen überhaupt ein Proletariat erwarten kann, dass es Ziele erreicht, die es sich setzt. Er meinte, dass man, wenn man die revolutionären Kämpfe in den verschiedenen Ländern durchsähe, "manchmal zu dem Schlusse komme, es könne die Arbeiterklasse nicht eher siegen, als bis sie nicht die eine oder andere Niederlage erlitten habe", und führte für Russland die Ereignisse der Jahre 1905 und 1906 an, "ohne die", wie er sagte, "es wohl keinen Bolschewismus im Jahre 1917 gegeben haben würde". Noch weiter ist Lenin bei Gelegenheit gegangen und hat schon vor 1917 davon gesprochen, dass die Aussichten einer kommenden russischen Revolution in der langen unterminierenden Vorarbeit lägen, die von den Dekabristen an und hernach durch die Nihilisten bis zu den russischen Marxisten geleistet worden sein: durch den russischen Verschwörertyp, der sich in Verfolgung und Verbannung schulte, in Sibirien und in der Emigration, der seine Tätigkeit von der einen Generation an die andere weitergab, immer wieder seine Propaganda in das Volk trug und sich durch keine Rückschläge beirren liess. Lenin hätte noch tiefer greifen und die gesamte geistige Leistung der Russen im borigen Jahrhundert einbeziehen können, ob sie nun revolutionär oder gegenrevolutionär war, ob wir an Tolstoi oder an Dostojewski denken. Von hier aus wurde der Boden bereitet, wurde die geistige Verfassung des russischen Volkes auf die grosse Apokalypse vorbereitet, und wäre es auch nur, dass durch Analyse als Spiegelung der Geistesverfassung festgestellt wurde, bis zu welchem Grade die politische und moralische Zersetzung des auf Autokratie und Orthodoxie, freilich auch auf Nationalität begründeten Reiches bereits gediehen war.

Moeller van den Bruck, in: Das Gewissen, 5. Jahrgang, Nummer 39, 1. Oktober 1923.

Wednesday, October 28, 2009

Triumph des Todes



Peter Brueghel d. Ä. pinxit, ca. 1562

O der Seele nächtlicher Flügelschlag:
Hirten gingen wir einst an dämmernden Wäldern hin
Und es folgte das rote Wild, die grüne Blume und der lallende Quell
Demutsvoll. O, der uralte Ton des Heimchens,
Blut blühend am Opferstein
Und der Schrei des einsamen Vogels über der grünen Stille des Teichs.

O, ihr Kreuzzüge und glühenden Martern
Des Fleisches, Fallen purpurner Früchte
Im Abendgarten, wo vor Zeiten die frommen Jünger gegangen,
Kriegsleute nun, erwachend aus Wunden und Sternenträumen.
O, das sanfte Zyanenbündel der Nacht.

O, ihr Zeiten der Stille und goldener Herbste,
Da wir friedliche Mönche die purpurne Traube gekeltert;
Und rings erglänzten Hügel und Wald.
O, ihr Jagden und Schlösser; Ruh des Abends,
Da in seiner Kammer der Mensch Gerechtes sann,
In stummem Gebet um Gottes lebendiges Haupt rang.

O, die bittere Stunde des Untergangs,
Da wir ein steinernes Antlitz in schwarzen Wassern beschaun.
Aber strahlend heben die silbernen Lider die Liebenden:
Ein Geschlecht. Weihrauch strömt von rosigen Kissen
Und der süsse Gesang der Auferstandenen.

Georg Trakl, Abendländisches Lied.

Das Sintflutgeschlecht


Die Eroberung Kanaans durch das Volk Israel wird von der Thora als ein Strafgericht bezeichnet. Nur dem Gottesvolke ist das "heilige" Land zugedacht, nur dem Volke, welches sich durch seinen religiös-sittlichen Wandel bewahrt; ihm steht es auch zu, den Kampf Gottes gegen Amalek zu führen.

Nunmehr wurde der israelitische Staat auf den Grundfesten des Rechts aufgerichtet, um in ihm das sittliche Ideal der sozialen Gerechtigkeit und der Nächstenliebe, als Postulat des reinen Gottesglaubens zu verwirklichen.

Um den Bestand dieses Idealstaates gegen die Gefahr heidnischer Einflüsse zu schützen, bedurfte es einer gewissen Absonderung. Der Lebensplan Abrahams, des Stammvaters, wiederholt sich in der Nationalverfassung Israels. Nach aussen Liebe ausströmend, nach innen abgeschlossen, wachend über der Eigenart, der Tradition.

Der Staat Israel war allen geöffnet und bot allen Heimat, die "den Staub des Götzendienstes" an der Schwelle des Landes von ihren Füssen abgeschüttelt haben. Keine Rasse wurde an sich für minderwertig erklärt, kein Mensch wurde abgewiesen, sobald nur das Unerlässliche, das Menschliche, das Recht, von dem Eintretenden unangetastet blieb. Wer nur zum Prinzip des Rechts sich bekannt hat, wurde schon hierdurch der Gleichberechtigte mit den Israeliten. Es wurde nicht einmal volle Bekehrung zur Staatsreligion Israels gefordert, sondern schon, wer ein Noahskind war und mit seinem Bekenntnis zum Recht und dem Richter der Welt am Staate und an der Menschheit aufbauend zu wirken versprach, galt als vollberechtigter Staatsbürger. Nur wer Gottesgericht und Menschenrecht leugnete, musste ferngehalten werden: er war aus dem Sintflutgeschlechte, welches keinen Bestand hatte und die Welt zu zersetzen drohte.

A. Liebermann, Zur jüdischen Moral. Das Verhalten von Juden gegenüber Nichtjuden nach dem jüdischen Religionsgesetze, Berlin 1920.


http://www.archive.org/stream/zurjudischenmora00liebiala/zurjudischenmora00liebiala_djvu.txt